Wilhelm Schwickerath

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Dr. Wilhelm Schwickerath 1953
Domvikar Schwickerath bei der Grundsteinlegung zur neuen Maximinkirche 1953

Dr. theol. Wilhelm Schwickerath (* 1898 in Kyllburg; † 27. September 1953 in Trier) Domvikar und Ordinariatsrat

Lebensstationen

  • 1922-1931 Kaplan in Püttlingen St. Sebastian
  • 1925 Verf. der „Geschichte des Ortes und der Pfarrei Püttlingen“
  • 1927-1929 Einsatz für den Bau und die Erweiterung der Marienkapelle in Püttlingen
  • Förderer der Aufgaben des Bonifatiuswerkes
  • Mitorganisator der Hl. Rock-Ausstellung 1933
  • Wiederaufbau von St. Maximin in Kyllburg

Nachruf

Im Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte, 6. Jahrgang 1954, erschien ein Nachruf auf den damals kürzlich verstorbenen Wilhelm Schickerath.

ORDINARIATSRAT MSGRE DR. WILHELM SCHWICKERATH †.
Im Leoninum zu Bonn, wo er an der 39. Generalversammlung des Bonifatiusvereins teilnahm, verstarb am 27. Sept. 1953 kurz nach einer Predigt über die Diaspora, die er den Kindern der Stadt Bonn im Münster gehalten hatte, Wilhelm Schwickera h. Er war geboren am 4. Januar 1898 in Kyllburg, studierte an der Reginoschule zu Prüm und im Priesterseminar zu Trier. :Nach der Priesterweihe am 13. August 1922 wirkte er als Kaplan in Püttlingen an der Saar und seit 6. Mai 1931 als Domvikar in Trier. Im Januar 1936 wurde ihm die Leitung der Bistumskasse und des Pfarrbesoldungsamtes übertragen. Seit dem 23. Juli 1937 war er Mitglied des Diözesanverwaltungsrats, in den letzten Jahren auch des Verwaltungsrats des Konviktes und Priesterseminars in Trier.
Im Dom war er ein eifriger, beliebter Beichtvater und hochgeschätzter Prediger, der durch seine lebensnahen und glaubenswarmen Predigten die Zuhörer, darunter auch oft Nichtkatholiken, im Glauben stärkte und zu edlem Streben begeisterte.
Bei allen organisatorischen Arbeiten des Domes und der Bischöflichen Verwaltung war er hervorragend tätig. Besondere Verdienste erwarb er sich 1953 bei der Vorbereitung und Durchführung der Wallfahrt zum Hl. Rock und bei den Sammlungen für die Notleidenden während und nach dem Kriege.
Bei alledem war er der frohe und humorvolle, gern gesehene Mensch und Priester, der gütige Vater der Untergebenen, der beliebte Freund seiner Mitarbeiter, ein treuer Helfer der Vorgesetzten.
Seine Stärke lag in seiner Begabung für organisatorische und finanzielle Fragen, seine Liebe galt der Seelsorgsarbeit, besonders der Förderung des Bonifatiusvereins und seiner Anliegen im Bistum und weit darüber hinaus. Auf diesen Gebieten leistete er Großes. Aber er zeigte auch ebenso Verständnis für die wissenschaftliche Forschung. Stets hatte er ein geneigtes Ohr, wenn ein Zuschuß für eine wissenschaftliche Veröffentlichung benötigt wurde. Als Kaplan schrieb er "Die Geschichte der Pfarrei Püttlingen" und als Dissertation vor der Promotion zum theologischen Doktor am 6. August 1942 in Breslau die viel beachtete Arbeit "Die Finanzwirtschaft der deutschen Bistümer".
Die Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte verlor in ihm ein kenntnisreiches Mitglied ihres Verwaltungsrates R. I. P.
Trier
Alois Thomas