Attentat auf Pastor Gerard

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Am 8. Juni 1862 wurde auf den Kyllburger Pastor Gerard in dessen Haus Haus mit einer Vorderladerpistole geschossen. Der Täter war Wilhelm H. aus Kyllburg. Pastor Gerard überlebte leicht verletzt.

Zeitungsbericht über den Tathergang

Kyllburg, 9. Juni (1862). Kurz vor Beginn des heutigen Hochamtes (Anm. das war am 8. Juni) begab sich ein junger Mann von hier, Wilhelm H., in die Behausung des Pfarrers Gerard, traf denselben alleine in seiner Wohnstube und feuerte, ohne daß sein vorheriges Benehmen auch nur im Entferntesten eine verbrecherische Absicht ahnen ließ, aus einem Terzerol einen Schrotschuß auf denselben ab, welcher, wenn nicht die Widerstandsfähigkeit der Kleidungsstücke die Kraft des Schusses gebrochen, unbedingt hätte tödlich sein müssen. Zwölf Schrotkörner drangen zertheilt auf der rechten Brustseite bis auf die Haut ein und verursachten starke Kontusionen; an dem rechten Vorderarme fand ebenfalls eine bedeutende Verletzung statt.
Der Thäter, welcher sofort flüchtete, alsbald aber von dem ihm nacheilenden Polizeidiener und einigen Einwohnern ergriffen wurde, ließ sich ohne Widerstand fesseln und ist bereits der gerichtlichen Behörde übergeben.[1]

Anmerkung: Ein Terzerol ist eine kleine Vorderladerpistole.

Quelle