1965

Aus KyllburgWiki
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Jahresübersicht im Heimatkalender

  • Mit dem Bau eines Freibades wurde 1964 begonnen. Bis auf kleine Restarbeiten ist die moderne Anlage fertiggestellt, so dass sie mit Beginn der Badesaison 1966 in Betrieb genommen werden kann. Die getrennten Beckenanlagen für Schwimmer mit den Wettkampfbahnen, Nichtschwimmer mit Rutschbahn und Springerbecken mit Dreimeter-Sprunganlage, aber auch die Caféterrasse und Liegewiese fügen sich harmonisch ein in das Landschaftsbild. Ein Planschbecken für Kinder ist von den Tiefwasserbecken getrennt angelegt, wodurch die Kleinkinder von der Freibadanlage abgetrennt sind.
  • Die erstmals im Jahre 1958 eingeleiteten Verhandlungen zu einem Krankenhausneubau auf dem Stiftsberg haben einen guten Abschluss gefunden. Die Schwesternkongregation des Franziskanerinnenordens wird im Frühjahr 1966 mit dem Neubau eines Krankenhauses als Belegkrankenhaus beginnen. Damit wird ein jahrelanger Wunsch der Kyllburger Ordensschwestern und ebenso auch der Bevölkerung in Erfüllung gehen.
  • Verborgene Kostbarkeiten werden immer mehr der breiten Öffentlichkeit zugänglich. So wurde die altehrwürdige Stiftskirche, deren Chor 1276 konsekriert ist, in den letzten Jahren baulich instand gesetzt und neu ausgemalt, das Gnadenbild (13. Jahrhundert) mit der historischen Krone neu geschmückt, das Triumphkreuz, ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert, und ein Gemälde aus dem Jahre 1590 restauriert. Das imposante Bauwerk, ein Meisterwerk frühgotischer Baukunst, mit Kreuzgang und den im Hauptchor erhalten gebliebenen Fenstern aus der flandrisch-kölnischen Frührenaissance (1533/34) ist zu einem beliebten Anziehungspunkt der Gläubigen und Geschichtsfreunde von nah und fern geworden.
  • Einem uralten Brauch entsprechend pilgerten die sieben Pfarreien des Nimstales und der Kyllburger Umgegend in großen Prozessionen zweimal im Sommer 1965 zur Stiftskirche und beteten für gedeihliche Witterung infolge des anhaltenden Regenwetters.
  • Die Eheleute Josef Zimmer und Sonja geb. Israel feierten am 7. Juni 1965 bei guter Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar stiftete den neuen Bildstock der im zweiten Weltkrieg zerstörten 7. Station der am Weg zur Mariensäule stehenden Sieben-Schmerzen-Stationen. In einer Feierstunde, an der sich viele Kyllburger Familien beteiligten, weihte Pastor Dr. Caspar den neuen Bildstock und dankte rückblickend auf die Zeiten des Krieges dem Jubelpaar für die Erneuerung eines Werkes, das als frommes Volkstum zum Kyllburger Land gehört.
  • Der Musikverein Kyllburg feierte am 11. Juli 1965 sein 40jähriges Stiftungsfest. Die Freude der Musik kam aus diesem Anlass so recht zum Ausdruck. Viele Musiker aus der engeren Eifelheimat, von der Saar und Mosel, begeisterten die Kyllburger Bevölkerung, die vielen Festbesucher von nah und fern und die zahlreichen Kurgäste. Die goldene Ehrennadel des Deutschen Musikerbundes wurde überreicht an den Dirigenten Heinrich Wißmann für seine ehrenamtliche 30-jährige Dirigententätigkeit und 40jährige Vereinszugehörigkeit. Die goldene Ehrennadel wurde weiterhin überreicht an die Musiker Willi Kapeller und Nikolaus Polch.
  • Am 11. April 1875 wurde in Kyllburg der Verschönerungsverein gegründet, der sich zur Aufgabe gestellt hat, „im Ort und in der nächsten Umgebung, überall da, wo sich Verschönerungen und nützliche Anlogen anbringen lassen, je nach den beizubringenden Geldmitteln solche zu bewirken und sowohl dem Fremden als auch dem Einheimischen die von der Natur so sehr bevorzugten Punkte Kyllburgs zugänglich und darauf aufmerksam zu machen und auf diese Art zu gemeinnützigem Zweck und zur Hebung des Ortes beizutragen“. Am 4. April 1888 hat der Verschönerungsverein beschlossen, als korporatives Mitglied dem auf Landesebene neu gegründeten „Eifelclub“ – dem heutigen Eifelverein – beizutreten. In den überfüllten drei Sälen des Kurhotels und Kneippsanatoriums „Eifeler Hof“ veranstaltete die Ortsgruppe Kyllburg des Eifelvereins ihre 90. Geburtstagsfeier. Der Bezirksvorsitzende des Eifelvereins, Landrat Vogt, überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Hauptvorsitzenden, Landrat a. D. Dr. Schramm, und des Regierungspräsidenten. Seine Festansprache mit Rückblick auf die Vereinschronik begeisterte die große Zahl der Festteilnehmer. Das abwechslungsreiche Festprogramm mit Lieder- und Musikvorträgen, ebenso auch die Volkstanzvorführungen gaben dem Jubiläum ein besonderes Gepräge.
  • Die Stadt konnte mit staatlicher Hilfe im verflossenen Jahr die Straße zur Hochwiese, auf dem „Hielchen“ und auf dem „Obersten Hof“ bauen.