Kriegerdenkmal

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Das Denkmal für die Gefallenen des Weltkrieges auch Kriegerdenkmal genannt, wurde am 27. November 1921 auf dem Stiftberg eingeweiht.

Auf drei Stelen sind die Namen der, im Ersten Weltkrieg gefallenen, Kyllburger Soldaten verewigt.

Im Fundament der mittleren Platte eingemauert, ist eine Kapsel, die neben Münzen, Notgeldscheinen, Brot-, Mehlmarken, Kursberichten usw. eine vom damaligen Hauptlehrer Gueth verfasste Urkunde mit folgendem Wortlaut enthält:

Urkunde

Anno Domini Eintausendneunhunderteinundzwanzig,im Herbste nach einen ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer, in einer furchtbaren Zeit, in diesem „innern Sturm und äußeren Streite“, wie Goethe sagt, wurde dieses Denkmal errichtet, als Fritz Ebert Präsident und Dr. Paul Wirth Kanzler des deutschen reiches, v. Groote Oberpräsident des von Amerikanern, Engländern, Belgiern und Franzosen besetzten, unglücklichen, vom deutschen Reiche durch militärische und wirtschaftliche Sanktionen abgeschnürten Rheinlandes, Fuchs, Präsident des von Franzosen besetzten Regierungsbezirkes Trier, Leonartz, Landrat des Kreises Bitburg, Julius Dietz Bürgermeister, der Bürgermeisterei und Nikolaus Zahnen Ortsvorsteher der Gemeinde Kyllburg war, als Papst Benedikt XV. zu Rom regierte, Bischof Dr. Michael Felix Korum eben sein vierzigjähriges Jubiläum als Bischof Triers gefeiert hatte und Pfarrer Albert Wirth Pastor von Kyllburg war.

Das Denkmal wurde entworfen von dem Architekten E. Brand aus Trier und von dem Kyllburger Künstler, Bildhauer Franz Quirin aus heimischem Sandstein aus den Brüchen des Herrn Wilhelm Schulte ausgeführt. Den Aufbau leitete Peter Kronibus, die Spanndienste leiteten I. Stadtfeld und Fritz May.

Die Kosten des Denkmals, ca. 25000 M. brachten die Stifter des Denkmals, die Kameraden des Reichsbund der Kriegsgeschädigten und Kriegsteilnehmer der Ortsgruppe Kyllburg in unermüdlicher, aufopfernder Sammeltätigkeit, unterstützt von dem Opfersinn der Kyllburger Bürgerschaft auf.

Das Denkmal soll dein ein steinernes, monumentales Dokument treuer Kameradschaft, ein unvergänglicher Zoll des Dankes, ein Jahrhunderte überdauernder Mahnruf an das heutige und die kommenden Geschlechter:

Vergeßt die teuren Toten nicht!

Das Monument wurde errichtet zum Gedächtnis der achtundzwanzig Kyllburger und der weiteren zweiundzwanzig Kameraden der Pfarrei Kyllburg, die mit ihrem Tode die Treue zum lieben, deutschen Vaterlande besiegelt haben. Sie, die draußen auf blutgetränkter Wahlstatt und im kampfdurchtobten Meere dem großen Auferstehungstage entgegen schlummern, und sie, die in heimischer Erde gebettet werden konnten, sind die treue Saat, aus der bald wieder ein einiges, glückliches, deutsches Reich erstehen möge! Das walte Gott!

H.G.