Mariensäule: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:1887 Mariensäule.jpg|mini|Mariensäule kurz nach Fertigstellung 1887]] | |||
[[Datei:1890 Mariensäule.jpg|mini|Mariensäule (Rückansicht) um 1890]] | [[Datei:1890 Mariensäule.jpg|mini|Mariensäule (Rückansicht) um 1890]] | ||
[[Datei:Mariensäule.jpg|mini|Mariensäule Südansicht]] | [[Datei:Mariensäule.jpg|mini|Mariensäule Südansicht]] | ||
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==Baubeschreibung== | ==Baubeschreibung== | ||
Schlanker Turm auf quadratischem Grundriss mit abgeschrägten Ecken, oberer Abschluss | Schlanker Turm auf quadratischem Grundriss mit abgeschrägten Ecken, oberer Abschluss mit vorkragendem Zinnenkranz. Auf der Plattform erhebt sich ein von vier Säulenbündeln getragenes Ziborium, das von einer überlebensgroßen Marienstatue des Kyllburger Bildhauers [[Peter Quirin]] bekrönt wird. Die Skulpturen wie das Mauerwerk aus rotem Sandstein zeigen neugotische Einzelformen. Über eine Wendeltreppe im Inneren kann der Turm bis zur Plattform bestiegen werden. | ||
Das steil abfallende Gelände südlich des | Das steil abfallende Gelände südlich des Turmes ist durch hohe Böschungsmauern terrassiert. Hier endet der aus sieben Stationen bestehende Kreuzweg, der von der Marienstraße in mehreren Windungen den Berg hinaufführt. | ||
Die Stationen sind als neugotische Bildstöcke gestaltet, die halbplastischen Reliefs werden jeweils von einem Spitzbogen mit der Stationsnummer überfangen. | Die Stationen sind als neugotische Bildstöcke gestaltet, die halbplastischen Reliefs werden jeweils von einem Spitzbogen mit der Stationsnummer überfangen. | ||
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==Planungsphase== | |||
Kyllburg, 22. April. Schon seit längerer Zeit ist man mit dem Gedanken umgegangen, auf einer der Kyllburg umgebenden Höhen eine Mariensäule zu errichten. Leider konnte der Plan noch nicht ausgeführt werden, aus Mangel an den nöthigen Mitteln. Neuerdings ist für dieses Projekt ein ganz besonderer Eifer erwacht, namhafte Summen zur Ausführung sind bereitwilligst versprochen worden, der Platz, wo die Säule errichtet werden soll, wurde unentgeltlich angeboten, und ein schöner Weg ist vom hiesigen Verschönerungsvereine bereits hergestellt.— Der Plan findet das lebhafteste Interesse hier nicht nur, sondern auch in der ganzen Umgegend. Darum wendet sich das Komite vertrauensvoll an alle Verehrer der Mutter Gottes in der ganzen Umgegend mit der Bitte, ihr Scherflein dazu beizutragen und die in aller Herzen wohnende Berehrung der Mutter Gottes auch äußerlich zu bekunden in der Errichtung einer Mariensäule, welche zu Ehren der „geistlichen Rose“ auf dem Rosenberge vis-á-vis der Stiftskirche sich erheben soll.<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3959340?query=Kyllburg Echo der Gegenwart, 25. April 1886, S.10]</ref> | |||
In einer Versammlung des 1875 gegründeten Verschönerungsvereins am 8. Oktober 1885 bei Herrn Fr. Schweizer wurde der Wunsch geäußert, anstelle der bereits abgelehnten Bismarcksäule eine Mariensäule zu bauen. Wenige Wochen später wurde in der Sitzung vom 19. November 1885 der Beschluß gefaßt, eine Mariensäule auf dem Rosenberg zu errichten. Das Mitglied des Vereins, Herr Th. Lano, erklärte hierzu, seine Schwester Ww. Hormann habe sich bereit erklärt, den Platz, wo die Mariensäule erbaut werden soll, unentgeltlich dem Verein zu schenken. Zur Ausführung des Projekts wurde eine Comission bestehend aus den Herren Pastor Müller, F. Wallenborn, P. Quirin, B. Mulljans, W. Schulte und J. Marquet gewählt. Die der Bauverwaltung in Auftrag gegebene Erstellung eines Bauplans fand die Zustimmung der Commision. Daraufhin beschloß der Verein, das Comite soll die Bildhauer-, Steinhauer- und Maurerarbeiten in enger Submision vergeben. In der Sitzung vom 1. Mai 1886 bei Herrn Marquet wurde dem Bildhauer Peter Quirin der Auftrag zu den Bildhauerarbeiten zu folgenden Bedingungen und Preisen erteilt: | In einer Versammlung des 1875 gegründeten Verschönerungsvereins am 8. Oktober 1885 bei Herrn Fr. Schweizer wurde der Wunsch geäußert, anstelle der bereits abgelehnten Bismarcksäule eine Mariensäule zu bauen. Wenige Wochen später wurde in der Sitzung vom 19. November 1885 der Beschluß gefaßt, eine Mariensäule auf dem Rosenberg zu errichten. Das Mitglied des Vereins, Herr Th. Lano, erklärte hierzu, seine Schwester Ww. Hormann habe sich bereit erklärt, den Platz, wo die Mariensäule erbaut werden soll, unentgeltlich dem Verein zu schenken. Zur Ausführung des Projekts wurde eine Comission bestehend aus den Herren Pastor Müller, F. Wallenborn, P. Quirin, B. Mulljans, W. Schulte und J. Marquet gewählt. Die der Bauverwaltung in Auftrag gegebene Erstellung eines Bauplans fand die Zustimmung der Commision. Daraufhin beschloß der Verein, das Comite soll die Bildhauer-, Steinhauer- und Maurerarbeiten in enger Submision vergeben. In der Sitzung vom 1. Mai 1886 bei Herrn Marquet wurde dem Bildhauer Peter Quirin der Auftrag zu den Bildhauerarbeiten zu folgenden Bedingungen und Preisen erteilt: | ||
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Mitte Oktober waren die Mariensäule und die Verschönerungsarbeiten soweit fertiggestellt, dass man beschloss, die Einweihung am Sonntag, den [[31. Oktober]] [[1886]] durchzuführen. | Mitte Oktober waren die Mariensäule und die Verschönerungsarbeiten soweit fertiggestellt, dass man beschloss, die Einweihung am Sonntag, den [[31. Oktober]] [[1886]] durchzuführen. | ||
==Berichte über die Einweihung== | ==Berichte über die Einweihung== | ||
<small>Aus der Kirchenchronik (Lagerbuch II, S. 219)</small> | <small>Aus der Kirchenchronik (Lagerbuch II, S. 219)</small> | ||
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*[[28. Juli]] [[1911]] - Ein Blitz schlägt in die [[Mariensäule]] ein | *[[28. Juli]] [[1911]] - Ein Blitz schlägt in die [[Mariensäule]] ein | ||
*[[28. Februar]] [[2010]] - Bei einem Sturm stürzt in der Nähe des Weges zur Mariensäule eine große Fichte um und blockierte den Weg. | *[[28. Februar]] [[2010]] - Bei einem Sturm stürzt in der Nähe des Weges zur Mariensäule eine große Fichte um und blockierte den Weg. | ||
==Quellen== | |||
[[Kategorie:Bauwerk]] | [[Kategorie:Bauwerk]] | ||