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Kreuzgang: Unterschied zwischen den Versionen

 
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==Verfall und Rettung des Kreuzgangs==
==Verfall und Rettung des Kreuzgangs==
Nach der Aufhebung des Marienstiftes durch den französischen Staat [[1802]] gingen Stiftskirche und Kreuzgang in den Besitz der Pfarrei St. Maximin in Kyllburg über. Diese trug fortan den Titel einer Kantonalkirche. Kyllburg besaß nun zwei Kirchen, war aber als kleine Pfarrei nicht in der Lage, beide Kirchen und den Kreuzgang aus eigenen Mitteln baulich zu erhalten. Als aber später die ehemalige Klosterkirche der Zisterzienserinnen in St. Thomas, die ebenfalls vom französischen Staat aufgehoben worden war, ebenfalls in den Besitz der Pfarrei Kyllburg überging, verkaufte diese die inzwischen baufällig gewordene Klosterkirche an den Bischöflichen Stuhl in Trier. Dadurch erhielt die Pfarrei Kyllburg die Mittel, die 1802 aufgetretenen Schäden an der Stiftskirche zu beseitigen.
Nach der Aufhebung des Marienstiftes durch den französischen Staat [[1802]] gingen Stiftskirche und Kreuzgang in den Besitz der Pfarrei St. Maximin in Kyllburg über. Diese trug fortan den Titel einer Kantonalkirche. Kyllburg besaß nun zwei Kirchen, war aber als kleine Pfarrei nicht in der Lage, beide Kirchen und den Kreuzgang aus eigenen Mitteln baulich zu erhalten. Als aber später die ehemalige Klosterkirche der Zisterzienserinnen in St. Thomas, die ebenfalls vom französischen Staat aufgehoben worden war, ebenfalls in den Besitz der Pfarrei Kyllburg überging, verkaufte diese die inzwischen baufällig gewordene Klosterkirche an den Bischöflichen Stuhl in Trier. Dadurch erhielt die Pfarrei Kyllburg die Mittel, die 1802 aufgetretenen Schäden an der Stiftskirche zu beseitigen.
Der Kreuzgang im Süd- und Westflügel verfiel jedoch immer mehr, bis [[1888]] die rheinischen Provinzialstände 9.000 M und am 19. Februar [[1890]] [[Kaiser Wilhelm II.]] selbst 4.500 M für den Wiederaufbau des Kreuzganges zur Verfügung stellten. Noch im selben Jahr begannen die Arbeiten. Leitender Architekt war Dombaumeister Wiertz aus Trier, ausführender Maurermeister Jakob Kronibus aus Kyllburg.
Der Kreuzgang im Süd- und Westflügel verfiel jedoch immer mehr, bis [[1888]] die rheinischen Provinzialstände 9.000 und am 19. Februar [[1890]] [[Kaiser Wilhelm II.]] selbst 4.500 für den Wiederaufbau des Kreuzganges zur Verfügung stellten. Noch im selben Jahr begannen die Arbeiten. Leitender Architekt war Dombaumeister Wiertz aus Trier, ausführender Maurermeister Jakob Kronibus aus Kyllburg.
Noch vor 1960 ließ [[Albert Wirth|Dechant Wirth}} mit Landes- und Bistumsmitteln umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Nordflügel durchführen, so dass der Kreuzgang heute als gesichert gelten kann. 2008 erhielt der Kreuzgang eine Beleuchtung, die das Gewölbe anstrahlt.
Noch vor 1960 ließ [[Albert Wirth|Dechant Wirth]] mit Landes- und Bistumsmitteln umfangreiche Instandsetzungsarbeiten am Nordflügel durchführen, so dass der Kreuzgang heute als gesichert gelten kann. 2008 erhielt der Kreuzgang eine Beleuchtung, die das Gewölbe anstrahlt.
 
==Inventar des Kreuzgangs==
==Inventar des Kreuzgangs==
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