Gasthaus zur Pinn: Unterschied zwischen den Versionen
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==Baubeschreibung== | ==Baubeschreibung== | ||
Für die Funktion bezeichnend ist - vom Ort aus gesehen - die Lage jenseits der Kyll unmittelbar bei der Brücke. Der aus zwei Teilen bestehende Baukomplex nahm ursprünglich die ganze Breite des Landstreifens zwischen Straße und Fluss ein, die Situation heute durch Anschüttungen verändert. Der ältere Bauteil, nach den charakteristischen Segmentblendbogenfenstern aus dem frühen 19. Jahrhundert stammend, wurde in jüngster Zeit eingreifend modernisiert, sodass im Wesentlichen nur noch die Fassade zur Bademer Straße alt ist. Gewisse Unregelmäßigkeiten in der Ausführung der Fenstereinfassungen lassen nachträgliche Veränderungen des ursprünglichen Zustandes vermuten. Anstelle eines westlich anschließenden, niedrigeren Hauses erbaute um 1904 der damalige Eigentümer Jakob Weber eine neue Gastwirtschaft, deren Eingangsfassade zur Brückenzufahrt ausgerichtet ist. Großvolumiger, zweigeschossiger Bau mit Mansarddach, die historisierenden Architekturformen größtenteils nach barocken Vorbildern. Bis auf einen Terrassenvorbau an der Kyllseite äußerlich kaum verändert. Der Wert des Gebäudekomplexes liegt weniger in seiner architektonischen Erscheinung als in seiner historischen Aussage (ältester Gasthof Kyllburgs in charakteristischer Brückenkopflage). | Für die Funktion bezeichnend ist - vom Ort aus gesehen - die Lage jenseits der Kyll unmittelbar bei der Brücke. Der aus zwei Teilen bestehende Baukomplex nahm ursprünglich die ganze Breite des Landstreifens zwischen Straße und Fluss ein, die Situation heute durch Anschüttungen verändert. Der ältere Bauteil, nach den charakteristischen Segmentblendbogenfenstern aus dem frühen 19. Jahrhundert stammend, wurde in jüngster Zeit eingreifend modernisiert, sodass im Wesentlichen nur noch die Fassade zur Bademer Straße alt ist. Gewisse Unregelmäßigkeiten in der Ausführung der Fenstereinfassungen lassen nachträgliche Veränderungen des ursprünglichen Zustandes vermuten. Anstelle eines westlich anschließenden, niedrigeren Hauses erbaute um 1904 der damalige Eigentümer Jakob Weber eine neue Gastwirtschaft, deren Eingangsfassade zur Brückenzufahrt ausgerichtet ist. Großvolumiger, zweigeschossiger Bau mit Mansarddach, die historisierenden Architekturformen größtenteils nach barocken Vorbildern. Bis auf einen Terrassenvorbau an der Kyllseite äußerlich kaum verändert. Der Wert des Gebäudekomplexes liegt weniger in seiner architektonischen Erscheinung als in seiner historischen Aussage (ältester Gasthof Kyllburgs in charakteristischer Brückenkopflage). | ||
==Namen und Inhaber der Gaststätte== | |||
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! Jahr!! Name!! Inhaber | |||
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| bis ca. 1840|| Pinnenschmiede || Kaufmann | |||
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| ca. 1844|| Kramladen Densborn || Margarethe Densborn | |||
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| ca. 1848|| Gasthaus Weber || Peter und Margarethe Weber, geb. Densborn | |||
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| 1887|| Gasthaus Weber || Theodor Weber | |||
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| 1912|| Gasthaus Weber || Jakob Weber | |||
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| 1945|| Gasthaus Weber || Theo Weber | |||
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| 1948|| Gasthaus Weber || Maria Thömmes | |||
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| 1955|| Gasthaus Weber || Hermann Thömmes | |||
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| 1958|| Gasthaus zur Pinn|| Hermann Thömmes | |||
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| 1983|| Pizzeria Bella Italia || Vito Gangarossa | |||
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| 1990|| Pizzeria Bella Italia || Antonio Pandozzi | |||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Der Vorgängerbau bestand mindestens seit 1701. Dies lässt ein alter Türsturz im Keller des Hauses vermuten. Hier wurde eine Nagelschmiede, eine sogenannte Pinnenschmiede betrieben. Vor der maschinellen Massenproduktion von Stahlnägeln, mussten die benötigten Nägel in mühevoller Arbeit von Hand geschmiedet werden. Mit der industriellen Revolution wurde die Handfertigung der verhältnismäßig weichen Eisennägel unrentabel. Der letzte Pinnenmeister in dieser Schmiede war ein gewisser Herr Kaufmann. Dieser starb in den 1840er Jahren. Seine Nichte Margarethe Densborn (Kriemisch Griet) erbte das Haus. Sie ließ es umbauen und betrieb dort einen Kramladen. | Der Vorgängerbau bestand mindestens seit 1701. Dies lässt ein alter Türsturz im Keller des Hauses vermuten. Hier wurde eine Nagelschmiede, eine sogenannte Pinnenschmiede betrieben. Vor der maschinellen Massenproduktion von Stahlnägeln, mussten die benötigten Nägel in mühevoller Arbeit von Hand geschmiedet werden. Mit der industriellen Revolution wurde die Handfertigung der verhältnismäßig weichen Eisennägel unrentabel. Der letzte Pinnenmeister in dieser Schmiede war ein gewisser Herr Kaufmann. Dieser starb in den 1840er Jahren. Seine Nichte Margarethe Densborn (Kriemisch Griet) erbte das Haus. Sie ließ es umbauen und betrieb dort einen Kramladen. | ||
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[[Kategorie:Bauwerk]] | [[Kategorie:Bauwerk]] | ||
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