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Langmauer: Unterschied zwischen den Versionen

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==Geschichtliches==
==Geschichtliches==
Die Mauer hatte eine Gesamtlänge von ungefähr 72 km und sollte einen spätantiken kaiserlichen Domänenbezirk, der eine Fläche von zirka 220 km² umfasste, schützen. Zwei Schenkungen des fränkischen Königs Dagobert I. aus dem 7. Jahrhundert belegen, dass die kaiserliche Domäne später in den Besitz der fränkischen Könige übergegangen war.
Die Mauer hatte eine Gesamtlänge von ca. 72 km und diente dem Schutz eines spätantiken kaiserlichen Gutsbezirks, der eine Fläche von ca. 220 km² umfasste. Zwei Schenkungen des Frankenkönigs Dagobert I. aus dem 7. Jahrhundert belegen, dass das Reichsgut später in den Besitz der fränkischen Könige überging.


Die genaue Schutzfunktion dieser Mauer ist heutzutage nicht eindeutig geklärt. Da die Befestigungsanlage eine Maximalhöhe von ungefähr zwei Meter hatte, geht man davon aus, dass sie mehr dem Schutz gegen einfallendes Wild denn rein militärischen Zwecken diente. Diese These wird dadurch gestützt, dass die Mauer ein Gebiet mit Kalkböden einschließt, das zu den fruchtbarsten des Trierer Landes zählt.
Die genaue Schutzfunktion dieser Mauer ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Da die Befestigung eine maximale Höhe von etwa zwei Metern hatte, geht man davon aus, dass sie eher dem Schutz vor einfallendem Wild als rein militärischen Zwecken diente. Für diese These spricht, dass die Mauer ein Gebiet mit Kalkböden einschließt, das zu den fruchtbarsten des Trierer Landes zählt.


==Aussehen der Langmauer==
==Aussehen der Langmauer==
Einzelbruchstücke bzw. Reste dieser Befestigungsanlage sind in Kordel, Butzweiler und Welschbillig erhalten. In Herforst wurde aus originalem Steinmaterial ein Teilstück der Mauer rekonstruiert.
In Kordel, Butzweiler und Welschbillig sind einzelne Fragmente bzw. Reste dieser Befestigungsanlage erhalten. In Herforst wurde ein Teilstück der Mauer aus originalem Steinmaterial rekonstruiert.


Die durchschnittliche Breite der Mauer betrug 60 cm. Sie war durch in alternierender Folge in den Boden integrierter Lisenen, mit einer Breite von 40 bis 48 cm und einer Länge von 7,40 m, verstärkt. Diese Stützpfeiler ragen bis 42 cm in den Boden. In der Mauer wurden zwei Inschriften gefunden, die zusammen mit militärischen Fundobjekten auf eine Erbauung durch die militärische Einheit der Primani hinweisen.
Die durchschnittliche Breite der Mauer betrug 60 cm. Sie war durch abwechselnd in den Boden eingelassene Lisenen von 40 bis 48 cm Breite und 7,40 m Länge verstärkt. Diese Stützpfeiler reichen bis zu 42 cm in den Boden. In der Mauer wurden zwei Inschriften gefunden, die zusammen mit militärischen Fundstücken auf eine Errichtung durch die Militäreinheit der Primani hindeuten.


==Verlauf im Bereich Kyllburg<ref>[https://www.google.de/books/edition/Die_Tr%C3%BCmmer_der_sogenannten_Langmauer/OsgDAAAAcAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=kyllburg&pg=PA25&printsec=frontcover Die Trümmer der sogenannten Langmauer, Jacob Schneider, 1843, S. 25f]</ref>==
==Verlauf im Bereich Kyllburg<ref>[https://www.google.de/books/edition/Die_Tr%C3%BCmmer_der_sogenannten_Langmauer/OsgDAAAAcAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=kyllburg&pg=PA25&printsec=frontcover Die Trümmer der sogenannten Langmauer, Jacob Schneider, 1843, S. 25f]</ref>==