Eisgang 1891

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Am 25. Januar 1891 führte Tauwetter zu starkem Eisgang und Überflutungen im Bereich der unteren Bademer Straße.

Die Kölnische Zeitung vom 10. Februar 1891 berichtet darüber folgendes[1]:

Kyllburg, 8. Febr. Der Eisgang der Kyll ist im ganzen glücklich verlaufen; das plötzlich eintretende Hochwasser trug die meisten Eisschollen über die Ufer hinaus und setzte sie dort ab, da die Kyll schnell wieder fiel. Weil nun an der Kyll fast nirgendwo Gebäude bis dicht an das Ufer herantreten, so blieb das Eigentum in der Regel vor Schaden bewahrt.
Nur nicht in Kyllburg, wo viele Häuser unmittelbar am Wasser stehen, dessen Steigen die Bewohner zur Nachtzeit überraschte und überaus schwer geschädigt hat .Ein hier zusammengetretener Ausschuß veröffentlicht (auch in der Kölnischen Zeitung) eine Bitte um Zuwendung milder Gaben an die zum Teil sehr armen Betroffenen. Wenn Manderscheid „die Krone der Eifel“ genannt worden ist, so möchten wir Kyllburg als ihr „Halsgeschmeide" bezeichnen und hoffen, daß die vielen Gäste und Besucher unserer lieblichen Gegend, welche in von Jahr zu Jahrsteigender Zahl bei uns Erholung und Stärkung suchten und fanden, unserer unglücklichen Mitbürger freundlich gedenken werden.

Im Düsseldorfer Volksblatt vom 28. Januar 1891 steht folgendes[2]:

Trier, 27. Jan. Die Eifelflüsse haben bei ihrem Eisgänge große Verheerungen angerichtet. Sehr geschädigt ist besonders die Stadt Kyllburg durch das Eis der Kyll. Alles Vieh ertrank, viele Häuser sind eingestürzt. Telegraphisch aus Trier herbeigerufene Pioniere, die mittels Sonderzuges nach Kyllburg befördert wurden, sind mit der Sprengung der Eismassen beschäftigt.