Hüttenwerk Malberg: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:1824 Urkataster Hüttenwerk Malberg.jpg|mini|Schmelz- und Eisenhütte Malberg 1824 Eigentümer Gebr. Philipp Heinrich, Heinrich Adolph und Christian Friedrich Krämer, Eichelhütte, Kreis Wittlich. (LHA 702/6090, 2S63)]] | [[Datei:1824 Urkataster Hüttenwerk Malberg.jpg|mini|Schmelz- und Eisenhütte Malberg 1824 Eigentümer Gebr. Philipp Heinrich, Heinrich Adolph und Christian Friedrich Krämer, Eichelhütte, Kreis Wittlich. (LHA 702/6090, 2S63)]] | ||
Eine sehr schematische Plandarstellung von 1760 zeigt bereits die gleiche | Eine sehr schematische Plandarstellung von 1760 zeigt bereits die gleiche Anordnung der Gebäude wie das genauere Urkataster von 1824. Demnach standen sich in etwa Nordwest-Südost-Richtung zwei langgestreckte Trakte parallel gegenüber, von denen der nördliche den Produktionsablauf der Eisenverhüttung aufnahm, der südliche als Kohlenschuppen diente. Am westlichen Ende beider Trakte schloss sich jeweils ein Wohn-/Verwaltungsgebäude an. Das eigentliche Hüttengebäude wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts ersatzlos abgebrochen. Ob die erhaltenen Bauten auf die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückgehen oder später erneuert wurden, lässt sich angesichts der schlichten Einzelformen nicht sicher beurteilen; möglich erscheinen einschneidende Veränderungen im frühen 19. | ||
Besonders eindrucksvoll ist bis heute die kyllseitige Ansicht | Besonders eindrucksvoll ist bis heute die kyllseitige Ansicht der Fabrik mit dem über 80 m langen Südflügel, der den ehemaligen Kohlenschuppen (später Metallwarenfabrik) und eines der beiden Wohnhäuser unter einem Dach vereinigt. Unzählige kleinere Umbauten des 20. Jahrhunderts haben vom ursprünglichen Zustand allerdings nur noch die Großform übrig gelassen. | ||
Im Detail besser erhalten ist das nördliche Wohnhaus, wie das südliche zweigeschossig, aber mit steilerem Dach; die Fenster- und Türöffnungen rechteckig und glatt gerahmt, Türflügel aus dem 19. Östlich angebaut ist noch die Giebelwand des abgebrochenen Hüttengebäudes erhalten, deren spitzbogige Blendnischen ebenfalls auf einen Neubau im 19. | |||
Die Lehrwerkstatt von 1938 wurde 1985 zum [[Gemeindehalle Malberg|Gemeindehaus]] umgebaut und dabei erweitert. Der | Die Lehrwerkstatt von [[1938]] wurde [[1985]] zum [[Gemeindehalle Malberg|Gemeindehaus]] umgebaut und dabei erweitert. Der Grundstein mit Wappen, lateinischer Inschrift und Jahreszahl ist heute in einen jüngeren Anbau des Südteils eingelassen. | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
[[Kategorie:Malberg]] | [[Kategorie:Malberg]] | ||
[[Kategorie:Bauwerk]] | [[Kategorie:Bauwerk]] | ||