Zum Inhalt springen

Hüttenwerk Malberg: Unterschied zwischen den Versionen

Zeile 10: Zeile 10:


===Großhammer in der Hütte Malberg===
===Großhammer in der Hütte Malberg===
1859 wird beim Oberbergamt Bonn die Genehmigung beantragt zur Erweiterung der Hütte. Damals werden insgesamt fünf Wasserräder, die von der Kyll getrieben werden, eingerichtet. Drei oberschlägige Räder treiben den Großhammer und die beiden Eisen­hämmer am Hammerfeuer; zwei unterschlägige Wasserräder liefern die Kraft einmal für das Gebläse am Hochofen, zum anderen, um den Schlackenbruch zu bewirken.
1845 wurde das obere Hammerfeuer verlegt. Bis dahin gab es einfache Blasebälge. Sie wurden 1845 durch zwei Zylindergebläse ersetzt. Das Bild zeigt noch den Zustand vor 1845: Rechts durch den Wasserkandel fließt das Kyllwasser auf ein oberschlächtiges Wasserrad. An der Achse des Wasserrades sind zwei Eisenschlaufen befestigt, die beim Drehen den Blasebalghebel nach unten drücken. Ein Gewicht am oberen Ende des Blasebalgs zieht diesen durch Hebelwirkung wieder nach oben. Die Mündung des Balges endet im unteren Teil des Hochofens. Durch dieses abwechselnde Zusammendrücken und Auseinanderziehen des Blasebalges wird dem Hochofen die zum Schmelzen des Erzes erforderliche Sauerstoffmenge zugeführt.
Durch ein breites oberschlägiges Wasserrad wird der Hammer betrieben. Das Wasserrad hat eine verlängerte, durch einen kräftigen Baumstamm gebildete Achse. Am Ende der Achse ist diese mit einem breiten Bandeisen umfasst, das kreuzförmig vier Rundeisenarme trägt. Beim Drehen des Rades hebt jeder dieser Arme jeweils den Hammer hoch und lässt ihn anschließend mit dem Eigengewicht auf den Amboss schlagen.


===Stilllegung===
===Stilllegung===