Eifelbahn: Unterschied zwischen den Versionen
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==Bauwerke== | ==Bauwerke== | ||
Da die Trasse | Da die Trasse immer den Tälern folgt und nie Taleinschnitte quert, waren keine größeren Brückenbauwerke erforderlich. Lediglich die Flüsse und Bäche selbst sowie zahlreiche Seitengewässer werden häufig überquert. | ||
An | An Bauwerken finden sich sowohl Bogenbrücken aus sorgfältig gearbeiteten Rotsandsteinquadern als auch Eisenbrücken auf gequaderten Pfeilern. | ||
Tunnel häufen sich im unteren, tief eingeschnittenen und stark mäandrierenden Abschnitt des Kylltals, während der weitere Verlauf von St. Thomas bis Kall tunnelfrei ist. Die Tunnelmündungen sind historisierend als Burg- oder Festungsportale gestaltet. Die Ingenieurbauwerke lassen in Material und Gestaltung deutlich die einheitliche Planung und Ausführung erkennen. | |||
Im Gegensatz zu Neubaustrecken nach | Im Gegensatz zu den Neubaustrecken nach 1860 gleichen sich die einzelnen Bauwerke jedoch nicht, sondern bieten ein sehr breites Spektrum unterschiedlichster Baukörper und Detailformen. Allen gemeinsam ist die Verblendung mit glatten Rotsandsteinquadern (die Gebäudeecken meist rustiziert) und die Dominanz gotischer Architekturelemente (Türen, Fenster, Giebel, Erker etc.), teilweise gemischt mit solchen der deutschen Renaissance. | ||
Die malerisch asymmetrische Gruppierung der Vor- und Anbauten | Die malerisch asymmetrische Gruppierung der Vor- und Anbauten vor allem bei den größeren Gebäuden, einzelne Fachwerkpartien und die zum Teil weit auskragenden Dächer betonen den ländlichen Charakter der Bahnstrecke, obwohl die Formensprache kaum Reminiszenzen an die ortsübliche Bauweise zeigt. | ||
Offenbar lieferte der Kölner Architekt und Stadtbaumeister [[Julius Carl Raschdorff|Julius Raschdorff]] der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft einige Musterentwürfe für Empfangsgebäude ( | Offenbar lieferte der Kölner Architekt und Stadtbaumeister [[Julius Carl Raschdorff|Julius Raschdorff]] der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft einige Musterentwürfe für Empfangsgebäude (veröffentlicht im Architektonischen Skizzenbuch, Jg. 1871, Heft IV und VI), deren Motive von den ausführenden Baumeistern jeweils neu kombiniert und den spezifischen Gegebenheiten angepasst wurden. | ||
Die schlichten | Die schlichten "Bahnwärterhäuser" orientieren sich in Grundriss und Konstruktion am zeitgleichen Arbeiterwohnungsbau der großen Industriebetriebe. | ||
==Erster und zweiter Weltkrieg== | ==Erster und zweiter Weltkrieg== | ||