Eifelbahn: Unterschied zwischen den Versionen
Erscheinungsbild
Dussy (Diskussion | Beiträge) KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
Dussy (Diskussion | Beiträge) |
||
| Zeile 6: | Zeile 6: | ||
==Eisenbahnbau== | ==Eisenbahnbau== | ||
Schwierigkeiten beim Grunderwerb verzögerten den Baubeginn bis zum Herbst 1868. Trotz der schwierigen topographischen Verhältnisse, insbesondere im engen Kylltal, war die Strecke 1870 im Wesentlichen fertiggestellt, wurde aber wegen des Deutsch-Französischen Krieges zunächst nur für militärische Zwecke genutzt. Am [[15. November]] [[1870]] wurde der Abschnitt Kall-Gerolstein, am [[15. Juni]] [[ | Schwierigkeiten beim Grunderwerb verzögerten den Baubeginn bis zum Herbst 1868. Trotz der schwierigen topographischen Verhältnisse, insbesondere im engen Kylltal, war die Strecke 1870 im Wesentlichen fertiggestellt, wurde aber wegen des Deutsch-Französischen Krieges zunächst nur für militärische Zwecke genutzt. Am [[15. November]] [[1870]] wurde der Abschnitt Kall-Gerolstein, am [[15. Juni]] [[1871]] der Abschnitt Gerolstein-Trier offiziell eröffnet. Ab November 1870 wurden verstärkt französische Kriegsgefangene eingesetzt, um den Bau voranzutreiben. | ||
Im Zuge der Verstaatlichung aller Privatbahnen in Preußen 1879-82 ging die Gesamtstrecke Trier-Düren an die Preußische Länderbahn über, zunächst unter Verwaltung der Königlichen Eisenbahndirektion Köln, ab 1895 teilweise (Trier-Jünkerath) unter Verwaltung der Direktion Saarbrücken. | Im Zuge der Verstaatlichung aller Privatbahnen in Preußen 1879-82 ging die Gesamtstrecke Trier-Düren an die Preußische Länderbahn über, zunächst unter Verwaltung der Königlichen Eisenbahndirektion Köln, ab 1895 teilweise (Trier-Jünkerath) unter Verwaltung der Direktion Saarbrücken. | ||
==Bau des Wilsecker Tunnels== | ==Bau des Wilsecker Tunnels== | ||
<ref>[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/K47ECUEUG3WVUTYK56YWJN4V7ZQG5PED?query=kyllburg&page=10&hit=4&issuepage=4 Kölnische Zeitung, 17. Februar 1868, S.4]</ref>Trier, 13. Febr. Schon seit mehreren Tagen hat sich Personal hiereingefunden, welches beauftragt ist, die ersten Arbeiten für den Bau der Eifelbahn zu leiten. Man konnte kaum glauben, daß, wenn auch endlich, so doch schon jetzt, bevor der zusätzliche Bahnvertrag auch durch das Her-renhaus genehmigt und durch Se. Maj. den König sanctionirt ist, der Bahnbau factisch beginnen werde. Wir sind indessen eines Anderen belehrt worden, als letzter Tage der Plan für den Bau des Tunnels zu Kyllburg hier vorgelegen, der Bauunternehmer seine Vollmacht für den sofortigen Beginn des Baues von competenter Stelle bereits in Händen hatte und hier erklärte, daß er am 12. d. Mts. mit 60 Arbeitern den Tunnelbau beginnen werde. Diese beschleunigte Inangriffnahme des tunnels zu Kyllburg ist insbesondere durch den Umstand motivirt, daß dieses Bauobjekt das Zeitraubendste des ganzen Unternehmens ist und die Beendigung desselben möglichst vorgerückt werden muß, wenn nicht hiedurch die Inbetriebsetzung der Bahn sich zur Zeit verzögern soll. Gerade wie beim mettlacher Tunnel, wird zu Kyllburg nach der Mitte des Tunnels von oben herab ein Schacht, an welchem zugleich ein Stollen eröffnet wird, getrieben, damit von hier aus nach den beiden Endpuncten hin gearbeitet werden kann, so daß im Tunnel vier Angriffspuncte vorhanden sind. | <ref>[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/K47ECUEUG3WVUTYK56YWJN4V7ZQG5PED?query=kyllburg&page=10&hit=4&issuepage=4 Kölnische Zeitung, 17. Februar 1868, S.4]</ref>Trier, 13. Febr. Schon seit mehreren Tagen hat sich Personal hiereingefunden, welches beauftragt ist, die ersten Arbeiten für den Bau der Eifelbahn zu leiten. Man konnte kaum glauben, daß, wenn auch endlich, so doch schon jetzt, bevor der zusätzliche Bahnvertrag auch durch das Her-renhaus genehmigt und durch Se. Maj. den König sanctionirt ist, der Bahnbau factisch beginnen werde. Wir sind indessen eines Anderen belehrt worden, als letzter Tage der Plan für den Bau des Tunnels zu Kyllburg hier vorgelegen, der Bauunternehmer seine Vollmacht für den sofortigen Beginn des Baues von competenter Stelle bereits in Händen hatte und hier erklärte, daß er am 12. d. Mts. mit 60 Arbeitern den Tunnelbau beginnen werde. Diese beschleunigte Inangriffnahme des tunnels zu Kyllburg ist insbesondere durch den Umstand motivirt, daß dieses Bauobjekt das Zeitraubendste des ganzen Unternehmens ist und die Beendigung desselben möglichst vorgerückt werden muß, wenn nicht hiedurch die Inbetriebsetzung der Bahn sich zur Zeit verzögern soll. Gerade wie beim mettlacher Tunnel, wird zu Kyllburg nach der Mitte des Tunnels von oben herab ein Schacht, an welchem zugleich ein Stollen eröffnet wird, getrieben, damit von hier aus nach den beiden Endpuncten hin gearbeitet werden kann, so daß im Tunnel vier Angriffspuncte vorhanden sind. | ||