Eifelbahn: Unterschied zwischen den Versionen
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In den Jahren 1858 und 1859 erstellte die Königliche Eisenbahndirektion Saarbrücken ein Gutachten, in dem die Streckenführung von Trier durch das Kylltal über Schmidtheim nach Kall mit Weiterführung über die bereits projektierte Strecke Kall-Euskirchen-Düren als die zweckmäßigste erachtet wurde. Nach der Absteckung der Strecke Kall-Trier im Jahre 1862 erhielt die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft im Februar 1864 die ministerielle Genehmigung zum Beginn der Vorarbeiten, im April folgte der Abschluss eines Vertrages über Bau und Betrieb der Bahn zwischen der Gesellschaft und dem Königlichen Eisenbahn-Kommissariat. Die endgültige Konzession wurde am 12. November 1866 erteilt. Zunächst war der Bau einer eingleisigen Strecke geplant, die Trasse einschließlich der Brücken- und Tunnelbauten sollte jedoch bereits für eine zweigleisige Streckenführung ausgelegt sein. | In den Jahren 1858 und 1859 erstellte die Königliche Eisenbahndirektion Saarbrücken ein Gutachten, in dem die Streckenführung von Trier durch das Kylltal über Schmidtheim nach Kall mit Weiterführung über die bereits projektierte Strecke Kall-Euskirchen-Düren als die zweckmäßigste erachtet wurde. Nach der Absteckung der Strecke Kall-Trier im Jahre 1862 erhielt die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft im Februar 1864 die ministerielle Genehmigung zum Beginn der Vorarbeiten, im April folgte der Abschluss eines Vertrages über Bau und Betrieb der Bahn zwischen der Gesellschaft und dem Königlichen Eisenbahn-Kommissariat. Die endgültige Konzession wurde am 12. November 1866 erteilt. Zunächst war der Bau einer eingleisigen Strecke geplant, die Trasse einschließlich der Brücken- und Tunnelbauten sollte jedoch bereits für eine zweigleisige Streckenführung ausgelegt sein. | ||
Aus der Eifel. Die Linie Trier-Call der Eifelbahn ist definitiv festgestellt, und das Ursprüngliche, zu 11 Millionen Thaler veranschlagte Baukapital, wie aus bester Quelle verlautet, als ausreichend erachtet worden. Auslagen für etwaigen Grunderwerb sind von dieser Summe ausgeschlossen. Die Kosten pro Meile belaufen sich unter gewöhnlichen Umständen auf 4-500,000 Thlr., dagegen wird dieser Normalpreis einigemal erheblich überschritten, namentlich eine Meile, in der Nähe von Kyllburg, nicht unter 1½ Mill. Thlr. zu stehen kommen. Es fallen nämlich auf diese Strecke 2 Tunnels, wovon der eine, der bedeutendste der ganzen Linie, ca. 350 Ruthen Länge haben wird. Eine andere Meile, die ebenfalls mit bedeutenden baulichen Schwierigkeiten verbunden ist, wird ungefähr eine Million Thlr. kosten. Im Ganzen wird die Strecke Kyllburg-Trier nicht weniger als zehn Tunnels erhalten, wovon der kürzeste nur wenige Ruthen Länge hat. Längs der Kyll liegt die Bahn ziemlich nahe auf der Thalsohle, so daß weder hohe Dämme, noch sehr kostspielige, wenn auch zahlreiche Ueberbrückungen nothwendig sind.<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3350586?query=Kyllburg Jülicher Kreis-, Correspondenz- und Wochenblatt, 14. April 1866, S.2]</ref> | |||
==Eisenbahnbau== | ==Eisenbahnbau== | ||