Friedrich Kreutz: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Friedrich Kreutz.jpg|thumb|Ordensprälat Friedrich Kreutz bei seinem goldenen Priesterjubiläum 2014]]
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Ordensprälat '''Friedrich Kreutz''' wurde am 19. Februar 1937 in [[Malberg]] geboren.
Ordensprälat '''Friedrich Kreutz''' wurde am 19. Februar 1937 in [[Malberg]] geboren.
Friedrich Kreutz wurde als jüngstes von fünf Kindern in eine Kaufmannsfamilie geboren. Seine Eltern betrieben in Kyllburg eine Drogerie. Er wuchs in einer Generation aufgewachsen, die von starkem Glauben geprägt war. Schon in jungen Jahren entschied er sich daher, Priester zu werden. Während seiner Schulzeit im Internat habe er bereits gespürt, dass dies seine Berufung ist. "Ich verstand, dass das eine Aufgabe ist, in der ich den Menschen dienen, für sie da sein kann."
Friedrich Kreutz wurde als jüngstes von fünf Kindern in eine Kaufmannsfamilie hineingeboren. Seine Eltern betrieben eine Drogerie in Kyllburg. Er wuchs in einer Generation auf, die von einem starken Glauben geprägt war. So entschloss er sich schon früh, Priester zu werden. Schon während seiner Schulzeit im Internat habe er gespürt, dass dies seine Berufung sei. "Ich habe verstanden, dass es eine Aufgabe ist, in der ich den Menschen dienen kann, für sie da sein kann."
== Elternhaus ==
== Elternhaus ==
Friedrich Kreutz wurde als einziger Sohn der Eheleute Peter und Maria, geb. Quirin geboren. Das Ehepaar hatte zudem vier Töchter: Amalia, Marita, Dolores und Sanita.
Friedrich Kreutz wurde als einziger Sohn der Eheleute Peter und Maria, geborene Quirin, geboren. Das Ehepaar hatte noch vier Töchter: Amalia, Marita, Dolores und Sanita.
Sein Vater starb im zweiten Weltkrieg als erster Kyllburger in Frankreich. Zuerst in Besançon begraben, wurde er später auf dem Soldatenfriedhof Andilly bei Nancy beigesetzt. Friedrich hat seinen Vater nie kennengelernt. Seine Mutter führte die Drogerie in Kyllburg bis zu ihrem Tod weiter. Danach gab die Familie das Geschäft nach 60 Jahren auf.
Sein Vater fiel als erster Kyllburger im Zweiten Weltkrieg in Frankreich. Er wurde zunächst in Besançon und später auf dem Soldatenfriedhof Andilly bei Nancy beigesetzt. Seinen Vater lernte Friedrich nie kennen. Seine Mutter führte die Apotheke in Kyllburg bis zu ihrem Tod. Danach gab die Familie das Geschäft nach 60 Jahren auf.


== Schule und Studium ==
== Schule und Studium ==
Geboren und aufgewachsen in Malberg, besuchte der junge Friedrich dort auch die Volksschule. Es folgten Gymnasium und Albertinum in Gerolstein und das Gymnasium Prüm. Das Abitur legte Kreutz 1959 in Großkrotzenburg bei Hanau bei den "Weißen Vätern" ab. Es folgten Priesterseminar und Studium der Philosophie und der Theologie in Trier und Freiburg.
Geboren und aufgewachsen in Malberg, besuchte der junge Friedrich dort auch die Volksschule. Es folgten das Gymnasium und Albertinum in Gerolstein und das Gymnasium in Prüm. Das Abitur legte Kreutz 1959 in Großkrotzenburg bei Hanau bei den "Weißen Vätern" ab. Es folgten das Priesterseminar und das Studium der Philosophie und Theologie in Trier und Freiburg.
== Priestertum ==
== Priestertum ==
Am 26. Juli 1964 wurde er von Bischof Matthias Wehr im Dom zu Trier zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle war in Plaidt. Bereits dort legte er großen Wert auf die Jugendseelsorge.  Die zweite Stelle als Kaplan war in Bernkastel-Kues. 21 Jahre lang, von 1971 bis 1992, war er Pastor in Wittlich-Bombogen, danach bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003 Pfarrer in Lieser.  
Am 26. Juli 1964 wurde er von Bischof Matthias Wehr im Trierer Dom zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle war in Plaidt. Schon dort war ihm die Jugendseelsorge ein besonderes AnliegenSeine zweite Kaplansstelle war in Bernkastel-Kues. 21 Jahre lang, von 1971 bis 1992, war er Pfarrer in Wittlich-Bombogen, danach bis zu seinem Ruhestand 2003 Pfarrer in Lieser.  
==Ehrenamt==
==Ehrenamt==
Im Sinne des Ordens der Byzantinischen Ritter vom Heiligen Grab setzte er sich seit Jahrzehnten für die Verständigung der Christen des Orients und des Okzidents ein. Dafür wurde Kreutz 1991 zum Ordensprälaten ernannt.
Im Geiste des Byzantinischen Ritterordens vom Heiligen Grab setzt er sich seit Jahrzehnten für die Verständigung zwischen Christen in Ost und West ein. Dafür wurde Kreutz 1991 zum Prälaten des Ordens ernannt.
Auch engagierte er sich mit Nachdruck für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Zahllose internationale Kontakte und Begegnungen hat er seelsorgerisch auf den Wege gebracht und begleitet. Für seine Arbeit dort wurde er 1997 mit der Theodor-Heuss-Medaille des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet.
Mit Nachdruck engagierte er sich auch für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Unzählige internationale Kontakte und Begegnungen wurden von ihm initiiert und seelsorglich begleitet. Für sein Wirken wurde er 1997 mit der Theodor-Heuss-Medaille des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet.
== Ruhestand==
== Ruhestand==
Seit seinem Ruhestand wohnt er in Kyllburg und übernimmt gerne seelsorgerische Vertretungsdienste. Am 20. Juli 2014 feierte er in der Kyllburger [[Stiftskirche]] sein goldenes Priesterjubiläum. Am 1. September feierte er sein diamantenes Priesterjubiläum in der Stiftskirche.
Seit seiner Pensionierung lebt er in Kyllburg. Am 20. Juli 2014 feierte er in der [[Stiftskirche]] Kyllburg sein goldenes Priesterjubiläum. Am 1. September 2024 feierte er in der Stiftskirche sein diamantenes Priesterjubiläum.


[[Kategorie:Personen]]
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[[Kategorie:Kirche]]
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[[Kategorie:Priester]]
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Aktuelle Version vom 2. September 2024, 09:49 Uhr

Ordensprälat Friedrich Kreutz bei seinem goldenen Priesterjubiläum 2014

Ordensprälat Friedrich Kreutz wurde am 19. Februar 1937 in Malberg geboren. Friedrich Kreutz wurde als jüngstes von fünf Kindern in eine Kaufmannsfamilie hineingeboren. Seine Eltern betrieben eine Drogerie in Kyllburg. Er wuchs in einer Generation auf, die von einem starken Glauben geprägt war. So entschloss er sich schon früh, Priester zu werden. Schon während seiner Schulzeit im Internat habe er gespürt, dass dies seine Berufung sei. "Ich habe verstanden, dass es eine Aufgabe ist, in der ich den Menschen dienen kann, für sie da sein kann."

Elternhaus

Friedrich Kreutz wurde als einziger Sohn der Eheleute Peter und Maria, geborene Quirin, geboren. Das Ehepaar hatte noch vier Töchter: Amalia, Marita, Dolores und Sanita. Sein Vater fiel als erster Kyllburger im Zweiten Weltkrieg in Frankreich. Er wurde zunächst in Besançon und später auf dem Soldatenfriedhof Andilly bei Nancy beigesetzt. Seinen Vater lernte Friedrich nie kennen. Seine Mutter führte die Apotheke in Kyllburg bis zu ihrem Tod. Danach gab die Familie das Geschäft nach 60 Jahren auf.

Schule und Studium

Geboren und aufgewachsen in Malberg, besuchte der junge Friedrich dort auch die Volksschule. Es folgten das Gymnasium und Albertinum in Gerolstein und das Gymnasium in Prüm. Das Abitur legte Kreutz 1959 in Großkrotzenburg bei Hanau bei den "Weißen Vätern" ab. Es folgten das Priesterseminar und das Studium der Philosophie und Theologie in Trier und Freiburg.

Priestertum

Am 26. Juli 1964 wurde er von Bischof Matthias Wehr im Trierer Dom zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle war in Plaidt. Schon dort war ihm die Jugendseelsorge ein besonderes Anliegen. Seine zweite Kaplansstelle war in Bernkastel-Kues. 21 Jahre lang, von 1971 bis 1992, war er Pfarrer in Wittlich-Bombogen, danach bis zu seinem Ruhestand 2003 Pfarrer in Lieser.

Ehrenamt

Im Geiste des Byzantinischen Ritterordens vom Heiligen Grab setzt er sich seit Jahrzehnten für die Verständigung zwischen Christen in Ost und West ein. Dafür wurde Kreutz 1991 zum Prälaten des Ordens ernannt. Mit Nachdruck engagierte er sich auch für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Unzählige internationale Kontakte und Begegnungen wurden von ihm initiiert und seelsorglich begleitet. Für sein Wirken wurde er 1997 mit der Theodor-Heuss-Medaille des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet.

Ruhestand

Seit seiner Pensionierung lebt er in Kyllburg. Am 20. Juli 2014 feierte er in der Stiftskirche Kyllburg sein goldenes Priesterjubiläum. Am 1. September 2024 feierte er in der Stiftskirche sein diamantenes Priesterjubiläum.