Hüttenwerk Malberg: Unterschied zwischen den Versionen
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„So wurden auch die Räume der früheren Eisengießerei, die dem Schloß Malberg gehören, gemietet und eine Metallwarenfabrik gegründet, die den Titel, Eifeler Metallwarenfabrik Rudolf Sempell GmbH in Malberg führt. Die Fabrik liefert als Spezialität Walzenlager mit Weißmetall- oder Spezialeinlage, Hochofenarmaturen, Rot-, Messing- und Kupferguß sowie Lagermetall für sämtliche Beanspruchungen. Nachdem die Räume in Ordnung gebracht waren, wurde am 3. Juni 1912 die Arbeit mit vier Mann wieder aufgenommen. Am 10. Juli 1912 wurde zum erstenmal gegossen. Die Fabrik hat sich so entwickelt, daß nach einem Jahre außer dem Meister 24 Leute aus Malberg in der Fabrik und zwei im Büro beschäftigt sind" (Chronik). | „So wurden auch die Räume der früheren Eisengießerei, die dem Schloß Malberg gehören, gemietet und eine Metallwarenfabrik gegründet, die den Titel, Eifeler Metallwarenfabrik Rudolf Sempell GmbH in Malberg führt. Die Fabrik liefert als Spezialität Walzenlager mit Weißmetall- oder Spezialeinlage, Hochofenarmaturen, Rot-, Messing- und Kupferguß sowie Lagermetall für sämtliche Beanspruchungen. Nachdem die Räume in Ordnung gebracht waren, wurde am 3. Juni 1912 die Arbeit mit vier Mann wieder aufgenommen. Am 10. Juli 1912 wurde zum erstenmal gegossen. Die Fabrik hat sich so entwickelt, daß nach einem Jahre außer dem Meister 24 Leute aus Malberg in der Fabrik und zwei im Büro beschäftigt sind" (Chronik). | ||
===Heutige Nutzung=== | |||
In den 1990er jahren wurde die Anlage von den Eheleuten Josef und Martina Heintges gekauft. Die aus dem Rheinland stammende Familie wandelte die einstige Industrieganlage in einen Biobauernhof um. Sie bieten unter anderem Ferien auf dem Bauernhof an. Die Gäste bewohnen die um 1860 erbauten Arbeiterwohnungen. | |||
==Beschreibung der Anlage== | ==Beschreibung der Anlage== | ||
[[Datei:1824 Urkataster Hüttenwerk Malberg.jpg|mini|Schmelz- und Eisenhütte Malberg 1824 Eigentümer Gebr. Philipp Heinrich, Heinrich Adolph und Christian Friedrich Krämer, Eichelhütte, Kreis Wittlich. (LHA 702/6090, 2S63)]] | [[Datei:1824 Urkataster Hüttenwerk Malberg.jpg|mini|Schmelz- und Eisenhütte Malberg 1824 Eigentümer Gebr. Philipp Heinrich, Heinrich Adolph und Christian Friedrich Krämer, Eichelhütte, Kreis Wittlich. (LHA 702/6090, 2S63)]] | ||
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In den Details besser erhalten ist das nördliche Wohnhaus, wie das südliche zweigeschossig, aber mit steilerem Dach; die Fenster- und Türöffnungen rechteckig und glatt gerahmt, Türflügel des 19. Jahrhunderts. Östlich angelehnt ist noch die Giebelwand des abgebrochenen Hüttengebäudes erhalten, deren spitzbogige Blendnischen ebenfalls für einen Neubau im 19. Jahrhundert sprechen. | In den Details besser erhalten ist das nördliche Wohnhaus, wie das südliche zweigeschossig, aber mit steilerem Dach; die Fenster- und Türöffnungen rechteckig und glatt gerahmt, Türflügel des 19. Jahrhunderts. Östlich angelehnt ist noch die Giebelwand des abgebrochenen Hüttengebäudes erhalten, deren spitzbogige Blendnischen ebenfalls für einen Neubau im 19. Jahrhundert sprechen. | ||
Die Lehrwerkstatt von 1938 wurde 1985 zum [[Gemeindehalle Malberg|Gemeindehaus]] umgebaut und dabei erweitert. Der Gründungsstein des Werkes mit Wappen, lateinischer Inschrift und Jahreszahl ist heute in einen jüngeren Anbau des Südtraktes eingelassen. | Die Lehrwerkstatt von 1938 wurde 1985 zum [[Gemeindehalle Malberg|Gemeindehaus]] umgebaut und dabei erweitert. Der Gründungsstein des Werkes mit Wappen, lateinischer Inschrift und Jahreszahl ist heute in einen jüngeren Anbau des Südtraktes eingelassen. | ||
[[Kategorie:Malberg]] | [[Kategorie:Malberg]] | ||
[[Kategorie:Bauwerk]] | [[Kategorie:Bauwerk]] | ||