Annenaltar: Unterschied zwischen den Versionen
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Dussy (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „miniDer '''Annenaltar''' ist ein Epitaph des Kanonikers Johannes Karl von 1629. Es steht an der Nordseite des Kirchenschiffs unmittelbar vor den Chorgestühl. Bildhauer des Altares war der Steinmetz Adam Donner. ==Geschichte des Altar== Als Dr. Franz Bock in den 1890er Jahren sein Buch über die Stiftskirche schrieb, stand der Annenaltar zwischen Chorgestühl und Kanzel vor der damals zugemauerten Kreuzgangtüre. Bock hat den…“ |
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Der Annenaltar wurde mitten im Dreißigjährigen Krieg gestiftet und gefertigt. | Der Annenaltar wurde mitten im Dreißigjährigen Krieg gestiftet und gefertigt. | ||
Dieser Krieg war der schlimmste in der Geschichte unseres Landes.J eder zweite Bürger starb an Krieg, Hunger oder Pest. Die leidvolle Not der Zeit scheint in den Symbolen der beiden Engel durchzuscheinen: Sie tragen das Kreuz und den Kelch. Die damaligen Menschen mussten reichlich aus dem Leidenskelch trinken und ein besonders schweres Kreuz tragen. Keiner blieb verschont. In einer Zeit, in der man niemandem mehr vertrauen konnte, weder auf Besitz noch auf Menschen, blieb nur Gott als fester Halt übrig. Er war und ist der Fels des Heils. Das Motto des Stifters, das er rückschauend auf sein Leben spricht, verstehe ich aus der Not der Zeit: 'In großer Erwartung habe ich Ausschau gehalten nach dem Herrn!' Nur weil er in den Wirren der Zeit nach dem Herrn Ausschau hielt und auf ihn vertraute, konnte er sich von seinem Besitz lösen und diesen schönen Altar stiften. | Dieser Krieg war der schlimmste in der Geschichte unseres Landes.J eder zweite Bürger starb an Krieg, Hunger oder Pest. Die leidvolle Not der Zeit scheint in den Symbolen der beiden Engel durchzuscheinen: Sie tragen das Kreuz und den Kelch. Die damaligen Menschen mussten reichlich aus dem Leidenskelch trinken und ein besonders schweres Kreuz tragen. Keiner blieb verschont. In einer Zeit, in der man niemandem mehr vertrauen konnte, weder auf Besitz noch auf Menschen, blieb nur Gott als fester Halt übrig. Er war und ist der Fels des Heils. Das Motto des Stifters, das er rückschauend auf sein Leben spricht, verstehe ich aus der Not der Zeit: 'In großer Erwartung habe ich Ausschau gehalten nach dem Herrn!' Nur weil er in den Wirren der Zeit nach dem Herrn Ausschau hielt und auf ihn vertraute, konnte er sich von seinem Besitz lösen und diesen schönen Altar stiften. | ||
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