Benutzer:Dussy/Helmut Schwickerath

Aus KyllburgWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Helmut Schwickerath (*29. Oktober 1937), Kunsterzieher, Künstler, Autor, verheiratet mit Roma Schwickerath, Vater von drei Kindern

  • Wächst in einem streng katholischen Haushalt auf, geht zur Bundeswehr und studiert Theologie.
  • Zog 1967 nach Trier
  • 1969 wird er zum ersten Mal Vater. Da er keine autoritäre Erziehung für seine Kinder möchte, wie er sie erfahren hatte, gründete er *Anfang der 1970er Jahre, zusammen mit anderen Eltern einen alternativen Kindergarten, einen sogenannten „Kinderladen“ im Exzellenzhaus in Trier.
  • Seine Frau arbeitete in Trier-Nord eine Babystube für die Kinder aus unterprivilegierten Familien
  • Er beginnt als Redakteur für die „Kleine Andere Trierer Zeitung“ (Katz) zu arbeiten.[1]
  • Erster Vorsitzender des Exhauses von 1978 bis 1982.

Heilige Unterhose von Karl Marx 2012

Die Heilige Unterhose von Karl Marx, 2012 in Trier ausgestellt Als Parodie auf Wallfahrten hatte Helmut Schwickerath eine Art Karikatur geschaffen, die Kritik am Reliquienkult üben wollte, von den Chinesen aber als Sakrileg aufgefasst wurde.

Im Jahre des Herrn 1996 fand die erste große Wallfahrt zu einer neu entdeckten Herrenreliquie des in Trier geborenen Karl Marx statt. Das erstmals ausgestellte Beinkleid (vulgo: Unterhose) von Karl Marx zog in der 39 Tage dauernden Ausstellung eintausendachtundvierzig Pilger an. Relativ wenig, wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine ganz unverhofft aufgetauchte Berührungsreliquie des großen Philosophen handelt. Zum Wesen der Reliquie gehört die Authentizizät, besonders dann, wenn es mehrere Exemplare der gleichen Reliquie gibt. „Eine Reliquie muss eine Provenienz haben, eine nachweisbare (wenn auch nicht unbedingt beweisbare)Geschichte. In der Trierer Ausstellung zeigen die sakralesk eingerichtete Unterhose des Philosophen Karl Marx und ihre Auffindungsgeschichte, wie nahe Glaube und Wahrheit beieinander liegen. Diese bilden die Grundlage, auf der Historie entsteht. Der nachgewiesene Fakt, dass es sich hier nicht um eine beliebige Unterhose handelt, schließt nicht aus, dass es sich nicht um eine Reliquie handelt. Die Hose wird reliquienwürdig, weil sie ein Eigenleben entwickelt. Der dialektische Widerspruch zwischen einer beliebigen Kaufhaus-Unterhose und der des Philosophen Karl Marx kann letztlich nur in der Reliquienhaftigkeit der letzteren aufgelöst werden... Ein weiteres Kriterium für das Vorliegen einer Reliquienqualität ist die Heiligkeit des Objektes. Diese manifestiert sich 1. im Ungenauen und Ungewissen, der Skurrilität des Gegenstandes selbst, 2. in den freiwillig (ohne äußeren Zwang) diesem Gegenstand gegenüber dargebrachten Affekten sowie 3. der despotischen Deklaration und handhabe der jeweiligen Reliquienbesitzer“

(Christa Blasius in KATZ 6/96)

Heldenmacher 2015

Ausstellung Heldenmacher 2015 14.06.-16.8.2015 in Kyllburg haben sich sowohl Kaiser Wilhelm II. als auch Bundespastor Gauck angekündigt. Weitere Informationen folgen.

Ausstellung: DEM WAHREN,SCHÖNEN, GUTEN! von Helmut Schwickerath 4. Mai – 31. Mai 2018 in der Galerie Netzwerk, Neustr. 10, Trier.

Katz Trierer Stadtmagazin 1978 bis 1999

Aufgrund der vorwiegend positiven Resonanz und der öffentlichen Nachfrage wird die heilige Unterhose im Gegensatz zum heiligen Rock NICHT eingemottet, sondern beginnt ihre neue Mission als Wanderreliquie an verschiedenen Schauplätzen Deutschlands. Den Anfang macht der „Dritte Weltkongress der Hedonistischen Internationale“. Er findet vom 31. Mai bis 4 Juni 2012 in Brandenburg statt und beschäftigt sich u. a. mit subversiven Formen der Protestkultur und den Kreativfaktoren Spaß und Unsinn. Helmut Schwickerath wird im Rahmen eines Workshops den Altar präsentieren und einen Vortrag zum Thema: „Zur Theologie des Unsinns“ halten. Wir freuen uns!


Katzen halten vermutlich niemanden für beredt, der nicht miaut. Als Herausgeber der "Katz" (Kleine Andere Trierer Zeitung) sorgten Schwickerath und ausgewählte Schreiber für Zündstoff. Mit Satire und Polemik wurden aktuelle Themen durchleuchtet und brisant diskutiert. Von 1978 bis 1996 erschien das unabhängige Stadtmagazin noch monatlich, bis 2007 dann als kritisches Trierer Jahrbuch. "Eine einmalige Sonderkatz brachten wir zu Ehren der heiligen Unterhose vor drei Jahren heraus", erinnert sich der pensionierte Kunsterzieher schmunzelnd. Wie zu erwarten, mangelte es nicht an glaubens- und kirchenkritischen Texten. Gott sei Dank.

Schwickerath hinterließ und hinterlässt aber nicht nur als Künstler und Journalist weit über Trier und die Region hinaus Spuren. Er war 32 Jahre als Kunsterzieher am Trierer Auguste-Viktoria-Gymnasium tätig.

Quellen