Benutzer:Dussy/Helmut Schwickerath: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Helmut Schwickerath''' (*29. Oktober 1937) | '''Helmut Schwickerath''' (*29. Oktober 1937), Kunsterzieher, Künstler, Autor, verheiratet mit Roma Schwickerath, Vater von drei Kindern | ||
Wächst in einem streng katholischen Haushalt auf, geht zur Bundeswehr und studiert Theologie. 1969 wird er zum ersten Mal Vater. Da er keine autoritäre Erziehung für seine Kinder möchte, wie er sie erfahren hatte, gründete er zusammen mit anderen Eltern einen alternativen Kindergarten, einen sogenannten „Kinderladen“ in Trier. | |||
Zog 1967 nach Trier | |||
Wächst in einem streng katholischen Haushalt auf, geht zur Bundeswehr und studiert Theologie. 1969 wird er zum ersten Mal Vater. Da er keine autoritäre Erziehung für seine Kinder möchte, wie er sie erfahren hatte, gründete er Anfang der 1970er Jahre, zusammen mit anderen Eltern einen alternativen Kindergarten, einen sogenannten „Kinderladen“ im Exzellenzhaus in Trier. | |||
Seine Frau betrieb in Trier-Nord eine Babystube für die Kinder aus unterprivilegierten Familien | |||
Er beginnt als Redakteur für das alternative Trierer Stadtmagazin „Katz“ zu arbeiten.<ref>https://www.youtube.com/watch?v=phFpnVji1UY</ref> | Er beginnt als Redakteur für das alternative Trierer Stadtmagazin „Katz“ zu arbeiten.<ref>https://www.youtube.com/watch?v=phFpnVji1UY</ref> | ||
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Als Parodie auf Wallfahrten hatte Helmut Schwickerath eine Art Karikatur geschaffen, die Kritik am Reliquienkult üben wollte, von den Chinesen aber als Sakrileg aufgefasst wurde. | Als Parodie auf Wallfahrten hatte Helmut Schwickerath eine Art Karikatur geschaffen, die Kritik am Reliquienkult üben wollte, von den Chinesen aber als Sakrileg aufgefasst wurde. | ||
Im Jahre des Herrn 1996 fand die erste große Wallfahrt zu einer neu entdeckten Herrenreliquie des in Trier geborenen Karl Marx statt. Das erstmals ausgestellte Beinkleid (vulgo: Unterhose) von Karl Marx zog in der 39 Tage dauernden Ausstellung eintausendachtundvierzig Pilger an. Relativ wenig, wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine ganz unverhofft aufgetauchte Berührungsreliquie des großen Philosophen handelt. Zum Wesen der Reliquie gehört die Authentizizät, besonders dann, wenn es mehrere Exemplare der gleichen Reliquie gibt. „Eine Reliquie muss eine Provenienz haben, eine nachweisbare (wenn auch nicht unbedingt | Im Jahre des Herrn 1996 fand die erste große Wallfahrt zu einer neu entdeckten Herrenreliquie des in Trier geborenen Karl Marx statt. Das erstmals ausgestellte Beinkleid (vulgo: Unterhose) von Karl Marx zog in der 39 Tage dauernden Ausstellung eintausendachtundvierzig Pilger an. Relativ wenig, wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine ganz unverhofft aufgetauchte Berührungsreliquie des großen Philosophen handelt. Zum Wesen der Reliquie gehört die Authentizizät, besonders dann, wenn es mehrere Exemplare der gleichen Reliquie gibt. „Eine Reliquie muss eine Provenienz haben, eine nachweisbare (wenn auch nicht unbedingt beweisbare)Geschichte. In der Trierer Ausstellung zeigen die sakralesk eingerichtete Unterhose des Philosophen Karl Marx und ihre Auffindungsgeschichte, wie nahe Glaube und Wahrheit beieinander liegen. Diese bilden die Grundlage, auf der Historie entsteht. Der nachgewiesene Fakt, dass es sich hier nicht um eine beliebige Unterhose handelt, schließt nicht aus, dass es sich nicht um eine Reliquie handelt. Die Hose wird reliquienwürdig, weil sie ein Eigenleben entwickelt. Der dialektische Widerspruch zwischen einer beliebigen Kaufhaus-Unterhose und der des Philosophen Karl Marx kann letztlich nur in der Reliquienhaftigkeit der letzteren aufgelöst werden... Ein weiteres Kriterium für das Vorliegen einer Reliquienqualität ist die Heiligkeit des Objektes. Diese manifestiert sich | ||
1. im Ungenauen und Ungewissen, der Skurrilität des | 1. im Ungenauen und Ungewissen, der Skurrilität des Gegenstandes selbst, | ||
2. in den | 2. in den freiwillig (ohne äußeren Zwang) diesem Gegenstand gegenüber dargebrachten Affekten sowie | ||
3. der despotischen Deklaration und handhabe der jeweiligen Reliquienbesitzer“ | 3. der despotischen Deklaration und handhabe der jeweiligen Reliquienbesitzer“ | ||