Elferrat

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2003 Kappensitzung - Die Puppe „Herbert Ausdernot“ ist der elfte Elferrat

Der Elferrat ist das repräsentative Parlament der Fastnacht und tritt bei allen Veranstaltungen in Erscheinung. Zum Elferrat gehören neben dem Sitzungspräsidenten zehn weitere Elferräte. Der Vizepräsident gehört nicht zwangsläufig dem Elferrat an.

1972 Elferrat - stehend: Werner Schwickerath, Peter Rodermann, Jürgen Hartwig, Dieter Becker, Fred Schauster, Mätti Mathey, sitzend: Peter Kapeller, Walter Schmitt, Willi Poß, Matthias Mathey (Brücker)

Herkunft

Der Begriff hat seine Wurzeln wahrscheinlich im französischen Recht, das mit der Besetzung Kyllburgs und des restlichen linksrheinischen Gebiets durch Frankreich nach der Französischen Revolution eingeführt wurde. Französisch wurde Amtssprache, es galten französische Gesetze und Gerichtsbarkeit. Im Zuge der Revolution hatte dies aber auch die Bürgerrechte gebracht, mit einer gewissen Redefreiheit und einer Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz.

Von den ihrer Rechte beraubten Bürgern wurde die Elf im Geiste der Französischen Revolution als Zahl interpretiert, die die Gleichheit aller Menschen versinnbildlicht, sozusagen eins neben eins. „ELF“ lässt sich aus den Anfangsbuchstaben der Losung der Französischen Revolution bilden: „Egalité, Liberté, Fraternité“ - „Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“.

Der offizielle Begriff Elferrat wurde erst mit der Rheinischen Karnevalsreform 1823 eingeführt. Aber bereits im Mittelalter galt die Zahl 11 als Narrenzahl. So auch noch heute, wenn wir zum Beispiel jedes elfte Vereinsjahr als Jubiläum feiern.

Ausnahmen von der Regel

Im Laufe der Vereinsgeschichte gab es immer wieder Probleme den Kyllburger Elferrat mit elf fähigen Männern zu bestücken, so dass er gelegentlich durch weibliche Vorstandsmitglieder aufgestockt wurde.

2003 war sogar die Puppe, die die Fastnacht symbolisiert, während den Kappensitzungen der elfte Elferrat. Sie wurde in ein Elferratskostüm gesteckt und auf den Namen Herbert Ausdernot getauft.

Karnevalswagen

Seit der Vereinsgründung nimmt der Elferrat mit fahrbaren Untersätzen am Karnevalszug teil. In den Anfangsjahren begnügte man sich mit einigen offenen Pkws, in denen die Elferräte saßen. Dann nutze man offene Pritschenwagen, bis man endlich 1968 einen eigenen Elferratswagen baute. In den Jahren 1983 und 1984 hatte der Elferrat keinen eigenen Wagen, da man den Untersatz für einen Kinderprinzenpaarwagen benötigte. Ab 1985 wurde der Elferratswagen mit dem des Kinderprinzenpaares kombiniert.