1933: Unterschied zwischen den Versionen
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Zigeuner im Wohnwagen verbrannt. Kyllburg, 7. März. Auf der Straße von Kyllburg nach St. Thomas machte ein Landjägerbeamter einen grausigen Fund. An einem von Zigeunern und Korbmachern vielfach benutzten Lagerplatz entdeckte er in später Abendstunde einen eigenartigen Feuerschein, der ihn veranlaßte, der Ursache nachzugehen. An dem Lagerplatz — der an demselben Tage von mehreren Wohnwagen verlassen worden war — fand der Beamte in einem zurückgebliebenen Wohnwagen eine völlig verkohlte männliche Leiche. Es ist anzunehmen, daß der Wohnwagen durch irgend einen Zufall in Brand geriet, der von dem Bewohner während des Schlafes nicht bemerkt wurde.<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/15808845?query=Kyllburg Lenneper Kreisblatt, 7. März 1933, S.18]</ref> | Zigeuner im Wohnwagen verbrannt. Kyllburg, 7. März. Auf der Straße von Kyllburg nach St. Thomas machte ein Landjägerbeamter einen grausigen Fund. An einem von Zigeunern und Korbmachern vielfach benutzten Lagerplatz entdeckte er in später Abendstunde einen eigenartigen Feuerschein, der ihn veranlaßte, der Ursache nachzugehen. An dem Lagerplatz — der an demselben Tage von mehreren Wohnwagen verlassen worden war — fand der Beamte in einem zurückgebliebenen Wohnwagen eine völlig verkohlte männliche Leiche. Es ist anzunehmen, daß der Wohnwagen durch irgend einen Zufall in Brand geriet, der von dem Bewohner während des Schlafes nicht bemerkt wurde.<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/15808845?query=Kyllburg Lenneper Kreisblatt, 7. März 1933, S.18]</ref> | ||
*[[21. März]] Bürgermeister Anton Baur wird von der Kreisleitung der NSDAP Bitburg beurlaubt<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/15808845?query=Kyllburg Buerische Volkszeitung, 21. März 1933, S.2]</ref> | *[[21. März]] Bürgermeister Anton Baur wird von der Kreisleitung der NSDAP Bitburg beurlaubt<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/15808845?query=Kyllburg Buerische Volkszeitung, 21. März 1933, S.2]</ref> | ||
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*[[13. April]] Sohn von Valentin Kapeller ertrinkt in der Kyll<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/6396135?query=Kyllburg Buersche Volkszeitung, 15. April 1933, S.11]</ref> | |||
Kyllburg, 14. April. Die Familie des Steinhauers Valentin Kapeller aus Kyllburg, wohnhaft in der Mühlengasse, ist von einem schweren Unglücksfall betroffen worden. Das dreijährige Söhnchen wurde gegen 7 Uhr abends vermißt. Da alles Suchen vergebens war, wurde die Feuerwehr alarmierte. Diese fand das Kind gegen 21.30 Uhr zirka 200 Meter von der elterlichen Wohnung in der Kyll. Alle Wiederbelebungsversuche waren leider vergebens. Das Mitgefühl für die schwer heimgesuchte Familie ist allgemein. | |||
*Am [[19. Juli]] macht die zweitägige Marathonfahrt für Gespanne in Kyllburg Halt | |||
'''Marathonfahrt für Gespanne''' | '''Marathonfahrt für Gespanne''' | ||
Eine einzigartige Gebrauchsprüfung für Gespanne in Westdeutschland über die doppelte Marathonstrecke ausgetragen. Am ersten Tage führte die Fahrt von Trier durch die Eifel nach Küllburg (sic!), am zweiten Tage von Küllburg nach Gmünd. Die starken Steigungen und die große Hitzestellen die größten Anforderungen an Pferde und Fahrer. Unser Bild von dieser Prüfungsfahrt schildert die Durchfahrt der Viererzüge durch die Porta Nigra in Trier. | Eine einzigartige Gebrauchsprüfung für Gespanne in Westdeutschland über die doppelte Marathonstrecke ausgetragen. Am ersten Tage führte die Fahrt von Trier durch die Eifel nach Küllburg (sic!), am zweiten Tage von Küllburg nach Gmünd. Die starken Steigungen und die große Hitzestellen die größten Anforderungen an Pferde und Fahrer. Unser Bild von dieser Prüfungsfahrt schildert die Durchfahrt der Viererzüge durch die Porta Nigra in Trier.<ref>[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/R4YEBNUOWP6A6ACLVDCM2EHULWMPMVBD?query=kyllburg&page=64&hit=11&issuepage=8 Riesaer Tageblatt und Anzeiger, 25. Juli 1933, S.11]</ref> | ||
Eine Marathon-Gespannfahrt wurde am Mittwochmorgen in Trier gestartet. Die große Gespannfahrt führt in drei Etappen von Trier bis Kyllburg(47 Klm.), Kyllburg bis Gemünd (88 Klm.) und am Freitag von Gemünd zum großen Reitturnier nach Aachen(33 Klm.).<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/5937776?query=Kyllburg Bochumer Anzeiger, 20. Juli 1933, S.8]</ref> | |||
*Schleifsteinindustrie in Kyllburg | |||
Kyllburg (Eifel). Der Absatz in der Eifeler Schleifstein-Industrie hat sich in der letzten Zeit belebt. An verschiedenen Stellen sind bereits nennenswerte Neueinstellungen erfolgt. Um die Preise zu stabilisieren, die eine beträchtliche Senkung erfahren hatten, haben sich die kleineren Betriebe zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.<ref>[https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/1392602?query=Kyllburg Velberter Zeitung, 28. September 1933, S.11]</ref> | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
[[Kategorie:Jahrestag]] | [[Kategorie:Jahrestag]] | ||