Maximinkirche

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Die neue Maximinkirche 1964, Blick auf die Nordseite

Die Sankt Maximin Kirche, auch St. Maximin oder Maximinkirche genannt, ist eine von zwei katholischen Kirchen in Kyllburg. Sie befindet sich am Annenberg und ist umgeben vom örtlichen Friedhof. Der Kirchenneubau wurde in den Jahren 1953/54 ausgeführt und ersetzte den durch alliierte Bombenangriffe zerstörten Vorgängerbau.

Am 19. März 1953 führte Dechant Albert Wirth den ersten Spatenstich zum Wiederaufbau der im Januar 1945 durch Bomben zerstörten alten St. Maximinkirche aus. Drei Jahre zuvor, im Oktober 1951, war der Wiederaufbau beschlossen worden. Die benötigten Gelder wurden durch großzügige Spenden aus der Gemeinde beschafft. Bereits am 26. April 1953 konnte der Grundstein gelegt werden. Gut ein Jahr später war das Werk vollendet.

Am 12. September 1954 konnte die wieder erbaute St. Maximinkirche durch den Generalvikar der Diözese Trier, Prälat Dr. Peter Weins ihre Weihe erhalten.

Die Leichenhalle an der Nordseite der Kirche wurde 1970 von der Ortsgemeinde gebaut.

Überlegungen zum Neubau

Domvikar Schwickerath bei der Grundsteinlegung zur neuen Maximinkirche 1953

Aus dem Protokollbuch der Aufbaugemeinschaft Maximin

Am 2. Januar 1945, als der Krieg sich schon verloren zeigte, wurde Kyllburg wieder Opfer eines Flieger-Großangriffes. Neben schwersten Verlusten an Menschenleben und Wohnhäusern wurde auch die altehrwürdige St. Maximinkirche auf dem Friedhof durch Volltreffer vollständig zerstört. Weitere Volltreffer schlugen inmitten der Gräberreihen große Lücken. Der Verlust dieses so wertvollen und wichtigen Gotteshauses wurde von der katholischen Bevölkerung Kyllburgs sehr bedauert, und schon gleich nach dem Krieg machten sich Stimmen laut, diese Kirche wieder aufzubauen.

Da Kyllburg noch die große Stiftskirche zur Verfügung steht, blieb dieser Wunsch vorerst unberücksichtigt aus dem Grund, weil Herr Dechant Wirth mit Recht den Standpunkt vertreten hat, erst die zerstörten Wohnhäuser aufzubauen. Der Wille der Bewohner, das Kirchlein inmitten der lieben Toten wieder erstehen zu lassen, führte dann doch am 14. Oktober 1951 in einer Bürgerversammlung im Hotel zur Post (Besitzer Nikolaus Müller) unter Leitung von Dechant Wirth und dem Landsmann Prälat Dr. Wilhelm Schwickerath zu einem festen Entschluss zu dem Wiederaufbau.

Der Einladung war die Bevölkerung aus allen Schichten recht zahlreich gefolgt. In den einleitenden Worten führte Dechant Wirth aus, dass der Wiederaufbau der dringende Wunsch der ganzen Bevölkerung sei. Als Gastredner konnte er Prälat Dr. Schwickerath, der selbst ein geborener Kyllburger ist, unter lebhaftem Beifall der Anwesenden begrüßen. In seinen Ausführungen über die geschichtliche Entwicklung seines Heimatstädtchens wusste der Redner in überzeugenden Worten die Zuhörer zu packen und für das kommende große Werk zu begeistern.

Die Anwesenden gaben Ausdruck des festen Willens, mit dem Wiederaufbau möglichst bald zu beginnen. Es wurden Vorschläge gemacht und angenommen. Als erstes wurde ein Vorstand aus dieser Versammlung heraus gebildet. Diesem gehören an.

Prokurist Anton Uhrmacher als Vorsitzender
Buchhalter Josef Niederprüm als Schriftführer
Lehrer i.R. Matthias Weber als Kassierer
Mühlenbesitzer Georg Zahnen als Beisitzer
Catharina Friderichs als Beisitzer
Amtsbürgermeister Karl Föst als Beisitzer
Ortsbürgermeister Johann Schillen als Beisitzer
Kaufmann Josef Atzhorn als Beisitzer
Kaufmann Matthias Schon als Beisitzer
Hauptlehrer Heinrich Feiten als Beisitzer
Hotelier Nikolaus Müller als Beisitzer

Umsetzung des Vorhabens

Um die benötigten finanziellen Mittel zum Bau der Kirche zu beschaffen wurden regelmäßig Haussammlungen durchgeführt. Mit den Planungen wurde der Bitburger Architekt Hans Geimer beauftragt. Sein Entwurf entsprach mehr dem zeitgemäßen Baustil, als die Entwürfe der Mitbewerber Marx aus Trier und Zins aus Bitburg. Mit einigen wenigen Änderungen wurde der Ursprungsplan verwirklicht.