1960

Aus KyllburgWiki
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1960

Geboren

Gestorben

Veranstaltungen

Ereignisse

  • Im Februar und März wird der Marstall der Burg abgerissen

Jahresübersicht im Heimatkalender

  • Dem Kneippkurhotel „Eifeler Hof“ wurde am 1. Mai 1960 in großer Feierstunde die Urkunde als staatlich anerkanntes Kneippsanatorium überreicht sowie die Kneipp-Plakette des Kneippbundes verliehen. Am gleichen Tage wurde eine Kneippvereinsortsgruppe gegründet, die 60 Mitglieder zählt.
  • Die Zahl der Fremdenbetten in Privathäusern hat sich von 50 auf 142 erhöht. Die Gesamtzahl der Fremdenbetten in Hotels, Gaststätten und Privathäusern wurde erhöht in Kyllburg auf 320, in Malberg auf 108 und in St. Thomas auf 20, also insgesamt 448 Fremdenbetten.
  • Die vielseitigen Bemühungen um die Besserstellung der Bevölkerung in der ärztlichen Versorgung waren erfolgreich. Die Absicht des Franziskanerinnenordens, das Kyllburger Krankenhaus ganz aufzugeben, konnte aufgefangen und statt dessen erreicht werden, dass wichtige Verbesserungen im Krankenhaus durchgeführt wurden. Ein Röntgen- und Bestrahlungsraum sowie eine Entbindungsstation wurden neu errichtet. Kyllburg hat nunmehr vier Ärzte: Einen Facharzt für innere Krankheiten, einen Chirurgen und Gynäkologen, einen praktischen Arzt – alle drei Ärzte haben die große Krankenkassenzulassung – und außerdem einen Kneipparzt und zwei Zahnärzte sowie Krankengymnastik und Massage.
  • Von den in einem Arbeitnehmerverhältnis stehenden 1104 Personen des Amtsbezirks sind 399 männliche und 117 weibliche außerhalb ihres Wohnortes beschäftigt, das sind 46,8 Prozent der Berufstätigen überhaupt. Die Schaffung von Arbeitsplätzen am Ort wurde durch Industrieansiedlungsverhandlungen erfolgreich betrieben. Bei Staffelstein, Gemeinde Malbergweich, wird ein Holz- und Kunststoffverarbeitungswerk errichtet, in dem 50 bis 100 männliche Arbeitskräfte beschäftigt werden. Die Verhandlungen über die Errichtung einer Metallwarenfabrik in Kyllburg stehen vor dem Abschluss. Hier werden 60 Prozent Männer und 40 Prozent Frauen beschäftigt.
  • Mit großzügiger Unterstützung von Bund, Land und Bistum konnten die im Jahre 1959 begonnenen Instandsetzungsarbeiten an der unter Denkmalschutz stehenden Stiftskirche in Kyllburg fortgesetzt werden. Ein dritter Bauabschnitt ist für das Jahr 1961 beabsichtigt.
  • Der Sportverein Kyllburg hat mit Unterstützung von Sportbund und Landesregierung und mit mustergültiger Eigenleistung der Vereinsmitglieder den Sportplatz ausgebaut.
  • Neue Kyllbrücke - Das Stadtbild wurde durch ein neues Bauwerk bereichert. Im Herbst 1959 wurde in Kyllburg mit dem Neubau der Kyllbrücke begonnen. Die von der Straßenbauverwaltung im Zuge der Landesstraße Staffelstein—Wittlich aus Spannbeton mit Sandsteinverkleidung errichtete neue Kyllbrücke wurde am 18. Dezember 1960 in Anwesenheit von Vertretern der bauausführenden Firma Schöttle & Schuster aus Köln, dem Leiter des Straßenbauamtes Gerolstein, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Richarts, dem Landtagsabgeordneten Billen, Landrat Schubach, der Geistlichkeit und der gesamten Bevölkerung von Kyllburg feierlich eingeweiht und dem Verkehr übergeben.
  • Mit der Verbesserung in der ärztlichen Versorgung durch das Vorhandensein von vier Ärzten hat gleichzeitig das Kyllburger Krankenhaus als Belegkrankenhaus an Bedeutung zugenommen. Am deutlichsten spiegelt sich das wider in der Zahl der Entbindungen. Während die Durchschnittszahl der letzten Jahre bei 20 lag, ist sie im Kalenderjahr 1960 auf 102 angestiegen.
  • Der Fremdenverkehr ist im Jahre 1960 weiter gestiegen und erreichte im Sommerhalbjahr in Kyllburg 30 924 Kurtage. Im Kalenderjahr 1960 beträgt die Gesamtzahl in Kyllburg 34 551, in Malberg 4770 und in St. Thomas 1112, somit insgesamt 40 443. Mit Wirkung vom 24. Dezember 1960 wurde die Stadt Kyllburg als Kneippkurort anerkannt. Die Zahl der staatlich anerkannten Kneippkurorte in Rheinland-Pfalz ist damit auf sechs angewachsen. Die Kurstadt Kyllburg wurde gleichzeitig als Mitglied des Deutschen Bäderverbandes aufgenommen.