Session 1975

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1975 Kinderkarneval gegenüber der "Pinn"
1975 Kinderkarneval gegenüber der "Pinn"

Die Session 1975 war die 19. Session der Kyllburger Karnevalsgesellschaft.

Session 1975
Schawenmannschaft
Zeremonienmeister Franz-Josef Heinz
Elferrat
Sitzungspräsident Walter Schmitt
Elferrat Alfred Meyer, Arnold Uhrmacher, Willi Becker, Dieter Becker, Peter Rodermann, Hermann Deckert, Heinz Edlinger, Matthias Mathey, Gretel Brück, Helga Lano
Vorstand
1. Vorsitzender Willi Poß
2. Vorsitzender Walter Schmitt
Kassierer Alfred Schauster
Schriftführer Willi Müller
Beisitzer Peter Weinandy, Josef Atzhorn, Katharina Kapeller, Elisabeth Pütz, Matthias Mathey

Termine

Veranstaltung Datum Ort
Ankunft der Foasicht 9. November 1974 Bunter Abend in der Bahnhofsgaststätte
1. Kappensitzung 18. Januar 1975 Gasthaus Zur Pinn
2. Kappensitzung 25. Januar 1975 Gasthaus Zur Pinn
3. Kappensitzung 1. Februar 1975 Gasthaus Zur Pinn
Weiberdonnerstag 6. Februar 1975 Erstürmung des Rathauses
Maskenball 8. Februar 1975 Gasthaus Zur Pinn
Karnevalsumzug 9. Februar 1975 Stift, Stiftstraße, Hochstraße, Bahnhofstraße, alte Kyllbrücke, neue Kyllbrücke und zurück zum Marktplatz
Kinderkarneval 10. Februar 1975

Kappensitzungen

Akteure Beitrag
Peter Weinandy Hän selver
Karl Gillen Büttenrede
Erst Weber Büttenrede
Hans-Jürgen Schmieds Büttenrede
Arnold Boltz zwei Büttenreden
Willi Müller, Johann Nels, Josef Atzhorn, Werner Schwickerath, Josef Wissmann Fünf Jungen
Franz-Josef Heinz Büttenrede
Arnold Uhrmacher Büttenrede
Franz Schluifelder Büttenrede
Matthias Schon, Helmut Schwickerath Fernsehreporter

Karnevalsumzug

Wetterdaten
Temperatur: 12°C
Schneehöhe: -
Himmel: sonnig
Die Wetterdaten beruhen zum Teil
auf Vermutungen anhand vorhandener
Fotos und Tages-Durchschnittswerten
der Seite wetterzentrale.de
Motiv Gruppe
OZM mit kleinen Funken Franz-Josef Heinz
Funkengarde -
Ungarn oder Rumänen? Wehrbüschgruppe
Tiroler Gaaßer Butschen
100 Jahre Eifelverein Männerquartett
Musikvereine MV Kyllburg
...

Kennzeichen D

Zur Fastnacht 1975 tauchte ein Fernsehteam des ZDF aus Mainz in Kyllburg auf, um für die Sendung „Kennzeichen D“ am 11. Februar eine Reportage über die Kyllburger Fastnacht zu machen. Das Männerquartett wurde am Samstagabend eilends in die Pinn zusammengetrommelt. Hier wurden Text und Melodie des Kyllburger Liedes aufgenommen. Am Sonntagmorgen erschien man wieder – gebürstet und gestriegelt – um die zum Ton passenden Filmaufnahmen zu machen. Der Umzug am Nachmittag wurde ebenfalls gefilmt und nach dem Zug fand man sich in der Pinn ein um eine Kappensitzung fürs Fernsehen nachzustellen. Am Fastnachtsdienstag war Kyllburg wie ausgestorben. Alle saßen vor den Bildschirmen, um gegen 21.15 Uhr in der Sendung „Kennzeichen D“ Ausschnitte von Kyllburg zu sehen. Und es kam — nichts. Aus organisatorischen Gründen war der Beitrag aus der Sendung genommen worden.

Vom ZDF erhielten wir folgende Stellungsnahme:


Sehr geehrte (Anm. d. Red.: hier steht leider kein Name) ich bedauere, dass wir Sie in der letzten Folge unserer “Kennzeichen D”-Sendung enttäuschen mussten. Die Redaktion hat nach langen Diskussionen entschieden, diesen Beitrag aus einer Reihe von Gründen nicht zu bringen. Ich will Ihnen gern die Ursache erklären:

Wir wollten die Faschingsbräuche eines kleinen Ortes zwischen Mainz und Köln zeigen und sind davon ausgegangen, dass es sich hier um relativ harmlose Fröhlichkeit handelt. In dem Material, das wir aus Kyllburg, vor allem aus dem Fastnachtsumzug erhielten, konnte jedoch von harmloser Fröhlichkeit keine Rede sein. Wir hätten uns also mit dem Gezeigten kritisch auseinandersetzen müssen. Dies schien uns jedoch nicht gerechtfertigt, da die eingefangenen Streiflichter eine gründliche Analyse nicht zuliessen.

Sicher werden Sie daraus erkennen, dass wir den Kyllburgern zuliebe auf diesen Beitrag verzichtet haben. Mit freundlichen Grüssen Hanns W. Schwarze ZWEITES DEUTSCHES FERNSEHEN – Studio Berlin -


Die Kyllburger wären nicht die Kyllburger, wenn sie sich mit einem derartigen Schreiben zufrieden gäben. Nach zahlreichen bösen Briefen ans ZDF gab es dann noch ein Antwortschreiben, das etwas mehr zu den Gründen verlauten ließ, weswegen man den Bericht nicht ins Programm aufnahm.


Sehr geehrte Frau Kandels,

in dem von Ihnen erwähnten Schreiben hatte ich nicht die Absicht, mich mit dem Kyllburger Karneval an sich auseinanderzusetzen. Es ging ausschliesslich um das uns vorliegende Filmmaterial. Es beschränkte sich auf die Darstellung des Umzugswagens, in dem die Zwangsernährung in der von Kyllburg nicht weit entfernten Haftanstalt Wittlich parodiert wurde. Die Beschränkung auf diesen Ausschnitt hätte jedoch eine kritische Auseinandersetzung vor allem mit der erwähnten Szene erforderlich gemacht. Es erschien unserer Redaktion ungerecht, lediglich den vorliegenden Ausschnitt zu zeigen und uns damit auseinanderzusetzen, zumal es sich hier um ein Beispiel handelte, bei dem von “harmloser Fröhlichkeit” sicher nicht gesprochen werden konnte.

Mit freundlichen Grüssen Hanns W. Schwarze ZWEITES DEUTSCHES FERNSEHEN – Studio Berlin -